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100 Semester Vor- und Frühgeschichte an der Universität des Saarlandes

05.07.2006 - (idw) Universität des Saarlandes

Im Sommersemester 1956 wurde an der Universität des Saarlandes der Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte (später Vor- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie) gegründet.
Seitdem sind 100 Semester vergangen! Zur Feier dieses Jubiläums findet auf Einladung von Prof. Dr. Rudolf Echt am 11. Juli 2006 um 16.00 Uhr im Musiksaal der Universität ein Festakt statt. Den Festvortrag wird der neu gewählte 1. Direktor der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Dr. Friedrich Lüth, halten. Dr. Lüth, der einen Teil seiner Studien in Saarbrücken absolviert hat, spricht über: "Versunkene Welten - Neues zur Sintflut im nördlichen Mitteleuropa".
Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen! (Näheres zum Vortrag auf Seite 2)

Anschließend wird im Foyer der Universitäts- und Landesbibliothek eine Dokumentation zur Geschichte des Institutes, seiner Forschungen im Vorderen Orient, in Südosteuropa und selbstverständlich auch im Saar-Moselraum präsentiert. In diesem Zusammenhang stellen ehemalige Absolventen des Institutes ihre bedeutendsten Forschungsprojekte vor.

Über 80 erfolgreiche Absolventen der Studiengänge Vor- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie sind in den vergangenen 100 Semestern aus dem Institut hervorgegangen. Viele arbeiteten oder arbeiten und lehren heute an renommierten deutschen und ausländischen Universitäten (Frankfurt a.M., Freiburg, Halle/Wittenberg, Kiel, Tübingen, Saarbrücken, Bristol, Cambridge, Paris I-Sorbonne). Dissertationen dieser "Ehemaligen", sowie andere Veröffentlichungen aus dem Institut werden ebenfalls ausgestellt.

Nach dem Festakt steht ein Rundgang durch die Ausstellung mit anschließendem Umtrunk auf dem Programm.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Rudolf Echt
Tel. (0681) 302-3716
E-Mail: r.echt@rz.uni-sb.de

Festvortrag von Dr. Friedrich Lüth:
"Versunkene Welten - Neues zur Sintflut im nördlichen Mitteleuropa"

Ein nachhaltiger Klimawandel hatte das Abschmelzen der Gletscher der letzten großen Vereisung zur Folge. Dies führte zu einem Wandel von Geosystem, Ökosystem und Gesellschaft an den Küsten der südlichen Ostsee im Holozän (Nacheiszeit; Beginn ca. 10.000 v. Chr.). Eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte transdisziplinär zusammengesetzte Forschergruppe untersucht seit 2002 diese Veränderungen des Geosystems und der ökologischen Bedingungen sowie die spezifischen Anpassungsprozesse der Menschen, die während des Holozäns an den südlichen Küsten der Ostsee lebten. Aus den Forschungsergebnissen sollen Prognosen für die folgenden Jahrhunderte abgeleitet werden.
Die von Tide freie Ostsee wird als Modellregion betrachtet, in der vor allem Unterschiede im Einfluss von Erdkrustenhebung und Erdkrustensenkung in Wechselwirkung mit dem Meeresspiegelanstieg und einem deutlichen Ost-West-Gradienten klimatischer Einflussfaktoren auf Küstenbildung und Ökosystem studiert werden können.
Der Vortrag wird besonders die Rolle der archäologischen Wissenschaften und ihre zum Teil spektakulären Ergebnisse darstellen und in die transdisziplinäre Durchführung des Gesamtprojektes einführen.

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