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Neues gemeinsames Graduiertenkolleg

13.07.2006 - (idw) Universität Erfurt

Der zuständige Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung eines neuen Graduiertenkollegs, an dem auch die Universität Erfurt durch den Lehrstuhl für Religionswissenschaft (Orthodoxes Christentum) beteiligt ist, beschlossen. Es handelt sich um das Graduiertenkolleg 1412 "Kulturelle Orientierungen und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen in Südosteuropa". Der Antrag wurde von der Universität Jena gestellt, an der der Schwerpunkt Südosteuropa seit langem existiert. "Da den Jenaern allerdings die Kompetenzen im Bereich des Orthodoxen Christentums, das in Südosteuropa historisch und gegenwärtig stark präsent ist, fehlten, wurde von Anfang an das Gespräch zum Erfurter Lehrstuhl gesucht und eine enge Zusammenarbeit angestrebt", so der Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Vasilios N. Makrides. "Dies unterstreicht noch einmal die Bedeutung des Erfurter Lehrstuhls für Orthodoxes Christentum, der in dieser Form im deutschsprachigen Raum einmalig ist." Nach langjähriger Vorbereitung ist das Endergebnis dieses gemeinsamen Unternehmens als sehr positiv zu betrachten. Im Mittelpunkt dieses Graduiertenkollegs sollen die kulturelle Besonderheit Südosteuropas, ihre Annäherung an die Strukturen gesamteuropäischer Integration und die damit einhergehenden und brisanter werdenden Probleme und Fragestellungen stehen. Das Graduiertenkolleg weist insofern nicht nur eine historische Tiefe, sondern auch eine große Aktualität auf, denkt man an die künftige Erweiterung der Europäischen Union im Südosten Europas (Rumänien, Bulgarien) sowie die laufenden Beitrittsverhandlungen mit der Türkei.

Was die Erfurter Beteiligung am Graduiertenkolleg betrifft, das ab dem 1. Oktober 2006 beginnt, geht es in erster Linie um eine Zahl von Stipendiatinnen und Stipendiaten, die in Erfurt im Fach Religionswissenschaft (Orthodoxes Christentum) forschen bzw. promovieren werden. Diese Stipendien sind bereits ausgeschrieben worden. Davon abgesehen sind während der voraussichtlichen Dauer des Graduiertenkollegs über mehrere Jahre hinweg weitere Möglichkeiten und Mittel für Gastwissenschaftler, Kolloquien, Workshops und Tagungen vorgesehen. "Es geht hier nicht nur um die Höhe der eingeworbenen Drittmittel, die in einem so groß angelegten Projekt insgesamt zu erwarten sind. Wichtig sind zudem die Erweiterung und Vertiefung der bereits begonnenen Zusammenarbeit unter den Thüringer Hochschulen mit Blick auf gemeinsame strategische Ziele, die künftig als noch viel versprechender erscheint", freut sich Prof. Makrides.
Weitere Informationen: http://www2.uni-jena.de/philosophie/histinst/osteuropa/graduiertenkolleg/
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