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Sprachenexperte der Freien Universität Berlin ist in hochrangige EU-Expertengruppe berufen worden

14.07.2006 - (idw) Freie Universität Berlin

Dr. Wolfgang Mackiewicz, Geschäftsführender Leiter der Zentraleinrichtung Sprachenzentrum und Honorarprofessor für Englische Philologie an der Freien Universität Berlin, ist vom EU-Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Multilingualismus, Ján Figel', in die hochrangige Expertengruppe zum Thema Mehr- und Vielsprachigkeit berufen worden. Die Experten sollen die EU-Kommission bei der Entwicklung neuer Initiativen beraten und unterstützen. Zu den Themen, die die Gruppe behandeln wird, gehören: Forschung zu Mehr- und Vielsprachigkeit, Sprachen und Medien, Sprachen für die Wirtschaft, Fragestellungen im Bereich des Übersetzens und Dolmetschens sowie die Entwicklung von Strategien zur Förderung des Sprachenlernens. Wolfgang Mackiewicz wird den Abschlussbericht der Gruppe erstellen, der am 26. September 2007, dem Europäischen Tag der Sprachen, auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden wird.

Wolfgang Mackiewicz (66) ist einer der Väter der Studierendenmobilität in Europa. Er hat eine Reihe europäischer Masterstudiengänge auf den Weg gebracht und seit Mitte der neunziger Jahre mehrere große EU-Kooperationsprojekte koordiniert mit dem Ziel, sprachenbezogene Studiengänge und Studienangebote an Universitäten stärker an den Anforderungen des nichtakademischen Umfelds auszurichten. Von 1999 bis Juni 2004 leitete er das bis dahin größte Bildungsprojekt in der Geschichte der Europäischen Union: DIALANG, ein diagnostischer Test für 14 europäische Sprachen im Internet. Im Juni 1997 wurde an der Universität Charles-de-Gaulle der Europäische Sprachenrat - eine Vereinigung von Hochschulen und Verbänden - gegründet, deren Vorsitzender Mackiewicz ist. Seit einigen Jahren setzt sich Mackiewicz verstärkt für die Entwicklung und Umsetzung universitärer Sprachenpolitiken ein. 2003 haben seine Vorstellungen unter anderem Eingang gefunden in den Bologna-Prozess und in den Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Förderung des Sprachenlernens und der Sprachenvielfalt. Im Rahmen des von ihm geleiteten EU-Projekts "ENLU - European Network for the Promotion of Language Learning Among All Undergraduates" hat er einen Aktionsplan für die Förderung der Sprachenausbildung aller Bachelorstudierenden an den Hochschulen in der EU vorbereitet, dessen Umsetzung in Kürze beginnen wird. Wolfgang Mackiewicz ist Ehrendoktor der Vrije Universiteit Brussel, Belgien (2005), der Université Charles-de-Gaulle - Lille 3, Frankreich (2004) und der Universität Cluj-Napoca, Rumänien (2003).

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Prof. Dr. Wolfgang Mackiewicz, Tel.: 030 / 838-54501, E-Mail: erasmspr@zedat.fu-berlin.de

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