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Fraunhofer eröffnet Zentrum für Mittel- und Osteuropa in Leipzig

17.07.2006 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Europa muss zusammenwachsen und seine Kräfte bündeln, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Zur Förderung der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Ost und West, eröffnet die Fraunhofer-Gesellschaft am 17. Juli ihr neues Zentrum für Mittel- und Osteuropa MOEZ in Leipzig. "Europas Stärke ist seine Innovationskraft. Nur wenn wir diese erhalten und weiter ausbauen, können wir die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts sichern", sagte Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. "Als Europas größte Organisation für Angewandte Forschung bilden wir seit vielen Jahren die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und wissen, dass sich durch die Intensivierung dieses Dialogs das Innovationspotenzial weiter steigern lässt: Durch den direkten Austausch zwischen Unternehmen, die praktische Lösungen brauchen, und kreativen Wissenschaftlern, die neue Ideen einbringen, entstehen zukunftsweisende, innovative, Produkte und Dienstleistungen. Mit dem neuen Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa MOEZ wollen wir den Kontakt und Austausch zwischen Forschern und Unternehmern in Ost und West stärken und einen Beitrag zu einem neuen, europäischen Forschungsraum leisten."

Viele Institute der Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten schon seit Jahren mit Forschern und Unternehmen in den mittel- und osteuropäischen Ländern zusammen. Dabei sind Projekte mit Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei häufiger als mit den entfernter liegenden Ländern dieser Region. "Bisher kamen diese Kooperationen eher zufällig und auf Initiative einzelner Fraunhofer-Institute zustande: Das Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa wird die Aktivitäten jetzt systematisieren und intensivieren", erklärte Bullinger, der das MOEZ zusammen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Georg Milbradt und dem Staatssekretär Prof. Frieder Meyer-Krahmer eröffnete.

"Innovation macht nicht an Staatsgrenzen Halt", weiß Prof. Rolf Hasse, kommissarischer Leiter des MOEZ. Der Wirtschaftswissenschaftler hat bisher das Zentrum für Internationale Wirtschaftsbeziehungen sowie das Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität Leipzig geleitet. Zusammen mit einem Team von zunächst etwa zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wird er in der ersten Phase eine Bedarfs- und Bestandsanalyse durchführen, gleichzeitig aber auch mit dem Aufbau eines Netzwerks beginnen, das Forschungseinrichtungen sowie kleine und mittelständische Unternehmen in Ost- und Westeuropa verbindet. "Durch die intensivere Zusammenarbeit entsteht eine win-win-Situation: Unternehmen und Wissenschaftler in Mittel- und Osteuropa bekommen hochkarätige Forschungspartner, die westeuropäischen Forschungseinrichtungen wiederum können neue Kontakte knüpfen, Kunden gewinnen und den Innovationsraum Europa mitgestalten."

Im Vordergrund werden zunächst die Themen Bauwesen, Verkehrslogistik und Automobiltechnik stehen - nach einer Bewertung der bisherigen Kontakte zwischen Fraunhofer-Instituten und Ländern in Mittel- und Osteuropa ist der Innovationsbedarf in den Beitrittsländern zur Europäischen Union in diesen Bereichen besonders hoch.


Das Zentrum ist im Städtischen Kaufhaus im Herzen Leipzigs untergebracht. Der Standort ist ein Symbol für die Mission: Die sächsische Messestadt ist seit jeher eine Drehscheibe für Handel und kulturellen Austausch zwischen Ost und West. Außerdem ist Leipzig verkehrstechnisch gut eingebunden und bietet ein reichhaltiges wissenschaftliches und wirtschaftliches Umfeld.

Ansprechpartner:
Prof. Rolf Hasse
Telefon: 03 41 / 2 31 03 90
hasse@wifa.uni-leipzig.de

Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa MOEZ
Städtisches Kaufhaus
Neumarkt 9-19
04109 Leipzig

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