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Humboldt-Stipendiat verstärkt Malariaforschung am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

25.07.2006 - (idw) Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Der Biologe Dr. Tobias Spielmann (35) erhält in Anerkennung seiner bisherigen wissenschaftlichen Leistungen eines der begehrten Forschungsstipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung. Dank des Stipendiums wird er ab 1. August 2006 die Malariaforschung des Bernhard-Nocht-Instituts (BNI) für Tropenmedizin in Hamburg verstärken. Spielmann wird sich in der Sektion Parasitologie in der Arbeitsgruppe Malaria II von Dr. Tim-Wolf Gilberger mit der Genregulation des Malaria-Erregers Plasmodium falciparum beschäftigen. Jedes Jahr fordert die Malaria tropica geschätzte drei Millionen Todesopfer, darunter vor allem Kinder. Wirksame Impfstoffe gegen den Parasiten gibt es bislang nicht.

Der gebürtige Schweizer hat an der Universität in Basel Biologie studiert und am Schweizer Tropenmedizin in Basel in der Arbeitsgruppe von Prof. Hans-Peter Beck im Jahr 2002 über die Genregulation des Malariaerregers promoviert. Seit vier Jahren ist der Wissenschaftler am Queensland Institute for Medical Research, Brisbane, in der Arbeitsgruppe von Prof. David Kemp tätig. In Australien entstand auch der Kontakt zu Gilberger und dem BNI. Für sein Forschungsvorhaben, mit dem er auch eine neue Thematik ans BNI bringt, bekommt er hier einen eigenen Forschungsetat. Spielmann hat es auf ganz bestimmte Membranproteine abgesehen - die sogenannten etramps (early transcribed membrane proteins). Sie spielen bei der Invasion des Erregers eine entscheidende Rolle, jedoch ist ihre Genregulation noch weitgehend unbekannt.

Als führende Organisation zur Förderung ausländischer Spitzenwissenschaftler ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung jährlich über 1.800 Forscherinnen und Forschern aus aller Welt eine wissenschaftliche Tätigkeit in Deutschland. Forschungsstipendiaten erhalten die Möglichkeit, ein Jahr lang ein Forschungsprojekt eigener Wahl hier durchzuführen.

Das Hamburger Tropeninstitut
Im Jahre 1900 gegründet, ist das Bernhard-Nocht-Institut (BNI) Deutschlands älteste und größte Einrichtung für Tropenmedizin. Forschungsschwerpunkte sind Malaria, Amöbiasis und tropische Fieberviren. Als Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger bearbeitet die Zentraldiagnostik Einsendungen aus ganz Deutschland sowie Europa. Für Forschung und Diagnostik an hochinfektiösen Erkrankungen wie Lassa- und Eboloafieber betreibt das BNI eines der beiden bundesdeutschen Laboratorien der höchsten biologischen Sicherheitsstufe 4. Das BNI gehört mit 83 weiteren außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft an.
Das Tropeninstitut im Internet: http://www.bni-hamburg.de
In der klinischen Tropenmedizin ist das BNI eng mit der Bernhard-Nocht-Klinik verbunden, die sich in der Trägerschaft des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) befindet.
Auslandsreisenden bietet das Reisemedizinische Zentrum der Bernhard-Nocht-Ambulanz eine individuelle Gesundheitsberatung und einen umfassenden Internetservice mit Reisetipps und einer Länderdatenbank. http://www.gesundes-reisen.de

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