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MHH-Mediziner warnen: Hitzschlag wird oft unterschätzt26.07.2006 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover
Sechsmal mehr Fälle als in normalen Jahren / Multiorganversagen kann tödlich enden
Vorsicht vor der Hitze! In den vergangenen heißen Wochen sind in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bereits drei Patienten mit Hitzschlag eingeliefert worden. Das ist sechsmal mehr als in normalen Jahren. "Der Hitzschlag wird oft unterschätzt", sagt Professor Dr. Marius Höper, Oberarzt der internistischen Intensivstation, "dabei handelt es sich um ein schwerstes Multiorganversagen, das oft tödlich endet." Der Körper werde auf 42 Grad Celsius aufgeheizt, "die Zellen der inneren Organe beginnen sich aufzulösen". Unter den drei Intensiv-Patienten der MHH sind zwei ältere Menschen, die in der Hitze über längere Zeit zu wenig getrunken hatten. Zudem behandelt Professor Höper einen jungen Rekruten, der in seiner ersten Woche bei der Bundeswehr mit Gepäck durch die Hitze marschieren musste und kollabierte.
Professor Höper empfiehlt, während der heißen Tage körperliche Aktivitäten einzuschränken bzw. in praller Sonne ganz zu vermeiden. Zudem sollte jeder pro Tag mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten Mineralwasser oder Fruchtsaftschorle. Alkohol und Kaffee sollten gemieden werden. Bei Verdacht auf einen Hitzschlag empfiehlt Professor Höper,
· den Patienten an einen kühlen Ort zu bringen,
· die Kleidung zu öffnen,
· und den Patienten mit kaltem Wasser zu bespritzen.
"Bei jeder Form der Bewusstlosigkeit muss sofort der Notarzt gerufen werden", betont Professor Höper.
Weitere Auskünfte erteilt Professor Marius Höper, hoeper.marius@mh-hannover.de, Telefon (0511) 532-3530.
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