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Natur und Fundament bis zum Dach: BfN eröffnet Erweiterungsbau

24.08.2006 - (idw) Bundesamt für Naturschutz

o Gabriel: Bonn ist Bundeshauptstadt des Naturschutzes
o Sonntag öffnet das BfN seine Türen beim Familienfest

Bonn, 24. August 2006: Nach knapp zwei Jahren Bauzeit ist es so weit: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) weihte heute den Erweiterungsbau seines Bonner Hauptsitzes ein, der nach modernsten ökologischen Standards errichtetet wurde. Erstmals werden alle 250 Bonner Mitarbeiter an einem Standort zusammenarbeiten.

Im Beisein der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann übergab Bundesumweltminister Sigmar Gabriel symbolisch den Schlüssel an den BfN-Präsideten Hartmut Vogtmann. Im Anschluss daran pflanzten sie auf dem Außengelände eine Buche. "Mit diesem Erweiterungsbau setzen wir zwei Zeichen: Bonn ist die Bundeshauptstadt des Naturschutzes. Und: ökologisches Bauen ist ökonomisch. Die geplante Bausumme konnte sogar um 300.000 Euro auf 9,5 Millionen Euro gesenkt werden," sagte Bundesumweltminister Gabriel bei der Einweihung. BfN-Präsident Vogtmann ergänzte, dass das BfN mit dem neuen Gebäude seinen eigenen Anspruch, die Natur zu erhalten und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, auch im eigenen Hause umsetze. So sei das Gebäude aus unbehandeltem Lärchenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft verkleidet. Sogar die Kleiderbügel tragen das FSC-Siegel ("Forest Stewardship Council") für naturnahe Waldwirtschaft. Die Innenwände sind als Schallschutz mit Schurwolle gedämmt.

"Mit der ökologischen Bauweise wollen wir auch eine Vorbildfunktion für Privathaushalte ausüben", erklärte BfN-Präsident Vogtmann. Mit Dachbegrünung, Photovoltaik-Anlagen und Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft könne jeder aktiven Naturschutz am eigenen Haus betreiben.

Bei der Energieversorgung setzt das BfN auf Sparsamkeit und Naturverträglichkeit. Eine fast 100 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf dem Dach produziert etwa 17.000 Kilowattstunden pro Jahr. Schon seit 2004 bezieht das Bundesamt nur noch Öko-Strom, der durch Energiesparlampen besonders sparsam genutzt wird.

Die Wärme kommt direkt aus der Erde: Rohre, die achtzig Meter tief ins Grundwasser hinabreichen, holen dessen Energie herauf - und im Sommer seine Kühle. Eine Wärmepumpe macht den jeweiligen Temperaturunterschied zur Außenluft nutzbar. Dank der Erdwärme werden pro Jahr rund 17.500 Kubikmeter Erdgas eingespart.
Die Toilettenspülung wird mit dem auf dem Flachdach gesammelten Regenwasser betrieben.
Gemeinsam mit dem neuen Anbau wurden auch die Außenanlagen teilweise erneuert. Aus Rheinkieseln wurde ein natürliches Bachbett nachempfunden, durch das Regenwasser vom Dach eines der älteren Gebäude strömen kann. "Dieser Bach mündet nicht wie der echte Rhein in die Nordsee sondern in einen neu angelegten Teich. Das entlastet ganz nebenbei noch die Kanalisation. Gesäumt wird dieser "kleine Rhein" von verschiedensten einheimischen Pflanzen," erläuterte BfN-Präsident Vogtmann. Grün sind nicht nur die Beete, sondern auch die Dächer: Die Dachflächen des Neubaus und des ebenfalls neu errichteten Konferenztraktes sind mit verschiedenen Gräsern und bei Bienen beliebten Fetthenne-Arten begrünt. Regenwasser wird von diesem grünen Teppich teilweise zurückgehalten und durch Verdunstung wieder an die Atmosphäre abgegeben. Das ist gut für das Klima und spart Abwassergebühren.

Am kommenden Sonntag öffnet das BfN seine Türen mit einem großen Familienfest, dann können neben vielen Attraktionen und Informationen auch die neuen Gebäude besichtigt werden.

Hinweis:
Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des staatlichen Naturschutzes öffnet das BfN am kommenden Sonntag, den 27. August, von 11:00 bis 18:00 Uhr seine Türen. Livemusik gibt es mit den Gewinnern des Schülerbands-Wettbewerbs und der bekannten Coverband "Still Collins". Das Familienfest des BfN bietet aber über die Musik hinaus noch ein reichhaltiges Informations- und Unterhaltungsprogramm. Für Kinder gibt es einen Spielparcours und viele Aktionsstände. BfN-Präsident Vogtmann backt persönlich Waffeln aus verschiedenen Getreidesorten. Mutige Besucher können über die Burmabrücke balancieren oder beim Kistenklettern Geschicklichkeit beweisen. Im BfN-Kino kann man Naturfilme z.B. den Kinofilm "Nomaden der Lüfte" sehen, und im BfN-Cafe gemütlich bei Kaffee und Kuchen entspannen.


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