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Die Zukunft der Brustkrebstherapie

29.08.2006 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Senologie

26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie
31. August bis 2. September 2006, Internationales Congress Centrum Dresden

Die Zukunft der Brustkrebstherapie:
Kluge Medikamente und schonendere OP-Verfahren

Dresden - Zielgenau und hochwirksam - so lassen sich die Eigenschaften der neuen Krebsmedikamente kurz umreißen. Sie greifen direkt in das molekulare Geschehen der Tumorentwicklung ein und verlangsamen oder stoppen so das Fortschreiten der Erkrankung. Bei der Behandlung von Brustkrebs steht zum Beispiel mit dem Antikörper Herceptin für einige Patientinnen bereits seit Jahren ein solch zielgenaues Medikament zur Verfügung. "Derzeit warten eine ganze Reihe ähnlicher Wirkstoffe in den unterschiedlichen Stadien der klinischen Entwicklung auf ihren Einsatz in der Klinik", sagt Professor Dr. med. Diethelm Wallwiener, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Senologie, geschäftsführender Direktor der Universitäts-Frauenklinik Tübingen, im Vorfeld der 26. Jahrestagung in Dresden.

Bei den Wirkstoffen handelt es sich meist um Antikörper oder um andere kleine Moleküle, die die tumorspezifischen biologischen Vorgänge blockieren. Sie unterbrechen bestimmte Signalketten und verhindern zum Beispiel so, dass der Tumor sich ausbreitet oder Blutgefäße für seine Versorgung rekrutieren kann. Herceptin ist ein Antikörper, der an den so genannten "HER2neuRezeptor" auf den Tumorzellen andockt und ihn so blockiert. Dadurch können sich bestimmte Faktoren, die der Tumor zum Wachsen benötigt, dort nicht mehr anlagern. Neben solch hochspezifischen medikamentösen Therapien verbessert die moderne Krebstherapie auch laufend die operativen Behandlungsverfahren.

Einer der größten Fortschritte in den vergangenen zehn Jahren, so die Experten der Deutschen Gesellschaft für Senologie, fand in der operativen Therapie des Mammakarzinoms statt. Denn mit der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie wurde ein für Frauen schonenderes und sicheres OP-Verfahren entwickelt. Grund dafür ist eine deutliche Reduktion der Morbidität im Schulter-Arm- Bereich. Die Verbesserung der kosmetischen Resultate konnte in den letzten Jahren auch durch die Ausweitung so genannter onkoplastischer Verfahren bei der brusterhaltenden Operation, aber auch bei der ablativen Therapie mit Brustrekonstruktion erreicht werden. "Besonders zu erwähnen sind die auch durch Studiendaten gesicherte tumoradaptierte Reduktionsplastik. Es konnten so nicht nur die kosmetischen Resultate nach einer Brustkrebs-OP verbessert werden, sondern vor allem die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzt und das Wohlbefinden der Patientinnen erheblich verbessert werden", erläutert Professor Wallwiener.

TERMINHINWEISE
Kongress-Pressekonferenz
Donnerstag, den 31. August 2006, 11.30 bis 12.30 Uhr
Internationales Congress Center Dresden, Seminarraum 1

Ihr Pressekontakt für Rückfragen:
Silke Jakobi
Pressestelle
26. Jahrestagung der
Deutschen Gesellschaft für Senologie
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 89 31 163, Fax: 0711 8931 566
E-Mail: jakobi@medizinkommunikation.org
Weitere Informationen: http://www.senologie.org
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