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Neue Ausgabe von "Aus den Akademien"

30.08.2006 - (idw) Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Wenn das Stichwort "Grüne Gentechnik" fällt, schlägt Forschern in Deutschland oft großes Misstrauen entgegen. Ein Schwerpunkt des von der Akademienunion herausgegebenen Newsletters "Aus den Akademien" informiert Sie - jenseits aller Ideologie - über die Hintergründe der Technik. Weitere aktuelle Themen reichen von einem Plädoyer des InterAcademy Panel für eine wissenschaftlich fundierte Evolutionsbiologie, der Diskussion um die Novellierung des Urheberrechts bis hin zur Einweihung des neuen nationalen Höchstleistungsrechners. Auch Projekte aus dem Akademienprogramm stellen wir Ihnen vor: so zum Beispiel die Edition der Briefe an Jean Paul, einen Bestsellerautor der Goethe-Zeit oder auch die neuen Bände aus der Leibniz-Edition, die unter anderem gut gehütete Geheimnisse des Universalgelehrten ans Licht bringen.

Wenn Sie regelmäßig über die Forschungsprojekte, Initiativen, Termine, Publikationen und Personalia aus der Akademienunion und ihren Mitgliedsakademien informiert werden möchten, können Sie "Aus den Akademien" entweder online abrufen unter:
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oder abonnieren unter:
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Aus dem Inhalt:

"Bei der klassischen Züchtung fragt niemand nach dem Nutzen"
Pflanzenwissenschaftler Prof. Bernd Müller-Röber über die Situation und die Potentiale der Grünen Gentechnik in Deutschland

BERLIN. Die Grüne Gentechnik ist in Deutschland wieder ein Reizwort, wissenschaftliche Freisetzungsexperimente werden bei "Feldbefreiungen" zerstört. Zu Unrecht, wie Wissenschaftler der Akademienunion meinen. In einem Statement, das im Dezember in Kairo von 92 internationalen Wissenschaftsakademien diskutiert werden soll, heißt es: Die Technik ist sicher und birgt besonders für die Entwicklungsländer ein großes Potential. Ein Gespräch mit dem Pflanzenwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Müller-Röber, Mitglied in der Kommission Grüne Gentechnik der Akademienunion, über die Situation in Deutschland.

"Man sollte einem Autor für nichts mehr danken als für Briefe"
Potsdamer Arbeitsstelle ediert die Briefe an den Schriftsteller Jean Paul

POTSDAM. Seine Bücher waren Bestseller. Selbst Goethe und Schiller kamen nicht umhin, sie zumindest wahrzunehmen - auch wenn die Begeisterung des lesenden Publikums für Jean Paul die beiden Begründer der Weimarer Klassik befremdete. Ein "Chinese in Rom" sei er, der mit seiner überbordenden Sprache nicht haushalten könne. Die Bewunderer störte es nicht. Etwa 400 Korrespondenten - darunter Johann Gottfried Herder, Charlotte von Kalb, die preußische Königin Luise und Rahel Levin Varnhagen - schrieben ihm insgesamt mehr als 2200 Briefe. Diese werden derzeit in der Potsdamer Arbeitsstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften erschlossen. Gefördert wird die Jean-Paul-Edition seit 1992 über das Akademienprogramm der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

Der Liebling der Frauen
Als der Roman "Hesperus" auf jedem Nachttisch lag, flogen Jean Paul die Herzen zu. Und er iniitierte mit Freunden und Bewunderern einen "Briefsalon".

POTSDAM. Wenn man die Briefe seiner Bewunderinnen liest, kann man den Seufzer förmlich hören. "Der versteht mich!", scheint so manche Frau angesichts Jean Pauls empfindsamer Texte gedacht zu haben. Für ihn hatte das durchaus Vorteile: Durch die Verbindungen der adeligen, gut gebildeten Frauen machte der Pfarrerssohn so manche Bekanntschaft, die ihm wohl sonst verwehrt geblieben wäre.

Kreationismus kontra Naturwissenschaft - Evolutionsforschung heute
67 Wissenschaftsakademien und der Verband deutscher Biologen engagieren sich für eine wissenschaftlich fundierte Evolutionsbiologie

BERLIN. Die Wissenschaft vom Ursprung und der Entwicklung der Lebewesen darf nicht den Kreationisten überlassen werden, sondern muss auf wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen beruhen, fordern die Akademienunion und 66 weitere Akademien der Wissenschaften in einem Statement des InterAcademy Panel. Der Verband deutscher Biologen (VdBiol) unterstützt diese Stellungnahme.

Recht auf Wissen
Die Reform des Urheberrechts droht, wissenschaftliche Forschungsergebnisse schwerer zugänglich zu machen. Eine Stellungnahme der Akademienunion.

BERLIN. Wissenschaftliche Organisationen wie die Akademienunion fördern nicht nur die Erarbeitung, sondern auch die Verbreitung von Wissen - mit öffentlichen Geldern. Die geplante Reform des Urheberrechts jedoch droht, diese Aufgabe deutlich zu erschweren. Damit der elektronische Zugriff der Öffentlichkeit auf die Forschungsergebnisse der deutschen Akademien der Wissenschaften auch weiterhin für jedermann möglich bleibt, hat der Beauftragte für Urheberrechtsfragen der Akademienunion, Prof. Dr. Gerald Spindler, auf Wunsch der Politik konkrete Änderungsvorschläge erarbeitet.

In geheimer Mission
Die Korrespondenz von Leibniz zeigt nicht nur philosophische Gedankengänge, sondern offenbart auch gut gehütete Geheimnisse

HANNOVER. Aus einem der größten Nachlässe der Geistesgeschichte, den 200.000 Blatt umfassenden Handschriften des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), sind kürzlich zwei neue Bände des Briefwechsels in Hannover präsentiert worden. Die Bände erschließen Material, das zu 75 Prozent bisher nicht der Öffentlichkeit zugänglich war, und erhellen u. a. Geheimaktionen von Leibniz, die dieser selbst so geschickt verschleiert hat, dass sie erst jetzt ans Licht gekommen sind.

Ihre Ansprechpartnerin

Myriam Hönig
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, Büro Berlin, Markgrafenstraße 37, 10117 Berlin.
Tel.: 030 / 325 98 73 70, E-Mail: hoenig@akademienunion-berlin.de.

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von sieben Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen vereint, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Die Union koordiniert das "Akademienprogramm", das eines der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland darstellt. So ist die Union zuständig für die Koordinierung und Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben ihrer Mitgliedsakademien. Sie empfiehlt die Bildung von Schwerpunkten für verwandte Projekte, fördert die Kommunikation zwischen den Akademien und betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen. Eine organisierte Zusammenarbeit der deutschsprachigen Akademien der Wissenschaften gibt es bereits seit über 100 Jahren. Sie geht zurück auf das sogenannte "Kartell", das 1893 in Leipzig für die Betreuung von über 30 gemeinsamen Akademie-Forschungsvorhaben gegründet wurde.

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