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Offen für Innovationen

30.08.2006 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Die Fraunhofer-Gesellschaft begrüßt die nun verabschiedete Hightech-Strategie der Bundesregierung. Sie ist ein wichtiger Anstoß für Wissenschaft und Wirtschaft, neue Technologien im eigenen Land konsequent umzusetzen und zu vermarkten. "Mit der Hightech-Strategie für Deutschland hat die Bundesregierung erstmals über alle Ressorts hinweg eine nationale Innovationsstrategie entwickelt, um Deutschland an die Spitze wichtiger Zukunftsmärkte zu führen. Die Bundesregierung verfolgt damit eine klare Strategie für mehr Innovationen aus Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zur langfristigen Sicherung des Standorts Deutschland", sagt Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Forschungsunion, das von Bundesministerin Dr. Annette Schavan einberufene Gremium führender Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft, wird diese Strategie umsetzen und weiterentwickeln, damit kreative Ideen im Team schnell erfolgreich gemacht werden.

Innovative Produkte und Dienstleistungen steigern die Wertschöpfung in Deutschland und sichern Beschäftigung. "Wir müssen die Rahmenbedingungen in Deutschland so attraktiv machen, dass die inländischen Unternehmen bleiben und ausländische bevorzugt zu uns kommen", ergänzt Prof. Bullinger. Voraussetzung dafür sind innovationsförderliche Strukturen - in den Unternehmen, aber auch in Verwaltung und Staat. Zudem brauchen die Mitarbeiter Freiheit für kreatives Denken - und sie brauchen Fehlertoleranz. Die Unternehmen müssen Risikobereitschaft vorleben und ermutigen, neue Wege einzuschlagen. "Im Wettbewerb um die besten Köpfe brauchen wir attraktive Bedingungen - an den Arbeitsplätzen sowie im wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld. Nur so haben wir eine Chance, die Besten zu halten und auch für ausländische Experten
attraktiv zu sein".

Deutschland kann nicht auf allen Gebieten Spitzenleistungen erbringen, sondern muss sich auf Kompetenzen konzentrieren. Die High-tech-Strategie setzt mit 17 Themen klare Schwerpunkte für die Innovationsförderung in den nächsten Jahren. Die zusätzlichen Mittel von 6 Mrd. Euro geben den Akteuren in Wissenschaft und Wirtschaft Planungssicherheit und Gestaltungsspielraum. "Das Prinzip 'Stärken stärken im Innovationssystem' ist sicher der richtige Weg", kommentiert Bullinger.

Geld und Strategie sind wichtige Rahmenbedingungen. Der Erfolg wird jedoch von Menschen gemacht. Was zählt ist der Wille, die Ausdauer und das Zusammenspiel der Beteiligten. "Wir müssen die Menschen für neue Ideen begeistern und zum Mitmachen bewegen. Wie bei unserer Nationalmannschaft sollte der Funke der Freude und Leidenschaft auf jeden im Team überspringen", unterstreicht Prof. Bullinger. "Jeder von uns ist aufgefordert, mitzuwirken, dass Deutschland wieder wettbewerbsfähig wird, dass die Wirtschaft in Schwung kommt und dass neue Arbeitsplätze entstehen. Nur dann können wir wieder zu den führenden Industrienationen aufschließen."

Wer schneller zu Innovationen kommen will, muss sich über Firmen- und Organisationsgrenzen hinweg mit denen zusammentun, die etwas dazu beitragen können. Die Fraunhofer-Institute stehen für diesen Wissensaustausch in Innovationsnetzwerken zur Umsetzung der Hightech-Strategie bereit.
Weitere Informationen: http://www.fraunhofer.de
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