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Forschungsverbund: "Mütter werden in Deutschland diskriminiert"

30.08.2006 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

Sonderheft zur familienmedizinischen Rehabilitation erschienen Mütter und Kinder haben in Deutschland keine Lobby. Umfassende Analysen des "Forschungsverbundes Prävention und Rehabilitation für Mütter und Kinder" der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zeigen, dass Mütter- sowie Mutter-Kind-Maßnahmen der Vorsorge und Rehabilitation zwar sehr effektiv sind, die Krankenkassen im vergangenen Jahr aber jeden zweiten Antrag abgelehnt hatten, obwohl medizinische und psychosoziale Indikationen vorlagen. "Das ist charakteristisch für die Diskriminierung mütterlicher Familienarbeit und die Verkennung der spezifischen Behandlungsbedürftigkeit von Müttern und ihren Familien", sagt Dr. Jürgen Collatz, Wissenschaftlicher Leiter des Forschungsverbundes.

In der neuen Sonderveröffentlichung "Effektivität familienmedizinischer Rehabilitation" (Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Nr. 72, Herausgeber: J. Collatz, S. Sperlich, Juli 2006) wird das Dilemma beleuchtet: Während Mütter immer höheren Belastungen und größerer Unsicherheit ausgesetzt werden, werden Erschöpfungssituationen - etwa bei Frauen mit chronisch kranken Kindern - kaum als Zustände angesehen, bei denen Rehabilitationen hilfreich ist. Die Arbeiten des Forschungsverbundes, der seit nunmehr zehn Jahren besteht, belegen jedoch genau das Gegenteil.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Jürgen Collatz, forschungsverbund@mh-hannover.de, Telefon (0511) 532-6423.
Weitere Informationen: http://forschungsverbund@mh-hannover.de
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