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Energie-Forschung auf einen Blick

07.09.2006 - (idw) Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Fachhochschule Aachen, Forschungszentrum Jülich und RWTH Aachen präsentieren sich gemeinsam auf den Aachener Energietagen Welch hohe Kompetenz in der Energieforschung und Umsetzung regenerativer Energien in der Aachener Region vorhanden ist, demonstrieren das Forschungszentrum Jülich (FZJ), die RWTH Aachen sowie die Fachhochschule (FH) Aachen gemeinsam. Im Rahmen der ersten Aachener Energietage 2006 präsentieren die drei Partner vom 26. bis 29. Oktober ihre innovative Forschung auf 42 Quadratmetern. Interessierte haben am Gemeinschaftsstand im Eurogress Aachen einen Teil der aktuellen Energie-Forschung aller drei Institutionen auf einen Blick.
So fährt das Institut für Werkstoffe und Verfahren der Energietechnik des FZJ mit seinem kommerziellen Elektrofahrzeug vor, das mit einer Direktmethanol-Brennstoffzelle (DMFC) und einem Blei-Gel-Akkumulator ausgerüstet ist. Der dafür eigens entwickelte und eingebaute Brennstoff-zellen-Stapel ("Stack") leistet zwei Kilowatt und besteht aus 100 Zellen. Das Kernstück jeder Zelle ist die Membran-Elektroden-Einheit (MEA für membrane electrode assembly). Damit legt das kleine Elektrofahrzeug über 100 Kilometer zurück und ist jederzeit einsatzbereit. Auf den Aachener Energietagen kann sich jeder selbst vom Inneren ein Bild machen und verstehen lernen, warum das lästige "Auftanken" an der Steckdose demnächst entfällt. Darüber hinaus geben Mitarbeiter Auskunft über die effizienten und umweltfreundlichen Energiewandler der Zukunft. Etwa 160 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker forschen derzeit an Direkt-Methanol-, Polymerelektrolyt- und Festoxid-Brennstoffzellen (DMFC, PEFC, SOFC) ebenso wie an Brenngaserzeugern.
Die RWTH Aachen widmet sich ebenfalls einem sehr breiten Spektrum energierelevanter Fragestellungen. Von der Gewinnung der Primärenergieträger über die Energiewandlung bis zur Verteilung, Speicherung und Nutzung von Energie arbeiten rund 500 Wissenschaftler und Techniker in der Energieforschung. Gemeinsame Plattform der Energieforschung an der RWTH Aachen ist die Arbeitsgruppe Energie im interdisziplinären Umwelt-Forum. Im Bereich der erneuerbaren Energien ist ein Schwerpunkt die Nutzung der Erdwärme (Geothermie). Auf den Aachener Energietagen ist die RWTH stellvertretend für den Bereich der Wärmeversorgung von Gebäuden mit dem Projekt SuperC vertreten. Außerdem geben die Mitarbeiter am Messestand Auskunft über den aktuellen Forschungsstand bei der Optimierung von Holzpellets. Beispielsweise wird zurzeit Rapskuchen, der beim Pressen von Rapsöl als Nebenprodukt anfällt, auf die Einsatzmöglichkeit als Brennstoff und die Herstellung von Pellets und Briketts untersucht.
Auch die FH Aachen setzt einen ihrer inhaltlichen Schwerpunkte auf den Bereich Energie. Bereits seit Anfang der 90er Jahre betreibt beispielsweise das Solar-Institut Jülich (SIJ) der FH Aachen intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der regenerativen Energien. Auf der "Energie Expo" zeigt das SIJ sein aktuellstes Projekt: das Solarturmkraftwerk. In diesem Modellprojekt wird die Sonnenenergie an die Stelle einer Kohle-, Öl- oder Gasfeuerung gesetzt, während die übrige Technologie der Umsetzung in elektrische Energie wie bisher in bewährter Form beibehalten wird. Am Messestand ist jetzt schon ein Blick in das Innerste des Solarturmkraftwerkes möglich. Darüber hinaus informieren Wissenschaftler der FH Aachen über die am Standort Jülich ansässige Kompetenzplattform "Energie und Umwelt", die das nordrhein-westfälische Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie im Jahre 2002 bewilligte. Außerdem präsentiert sich auch das "NOWUM-Energy" Institut mit Themen rund um "industrielle Energietechniken und Energieeffizient". Auch die traditionelle Tagung "Energiemanagement in Gebäuden" der FH Aachen findet erstmals im Rahmen der Aachener Energietage statt.

Die Mitarbeiter des Forschungszentrums Jülich, der Fachhochschule Aachen sowie der RWTH Aachen freuen sich, Interessierte am Gemeinschaftsstand begrüßen zu dürfen.

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