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HanseMerkur stiftet ersten deutschen Lehrstuhl für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

07.09.2006 - (idw) Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf richtet TCM-Institut ein Die private HanseMerkur Krankenversicherung aG, Partner der CHINA TIME 2006 in Hamburg, ist Stifter des ersten deutschen Lehrstuhls für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Hier soll Anfang 2007 ein Institut für TCM auf dem Gebiet der Forschung, Lehre und Krankenversorgung eingerichtet werden mit dem Ziel, die Behandlungserfolge der fernöstlichen Heilkunst einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen und die Wirkungsweise der TCM-Therapieverfahren zu erforschen. Die Finanzierung der Stiftungsprofessur, die den Titel "HanseMerkur-Lehrstuhl für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am UKE" tragen wird, ist zunächst auf fünf Jahre angelegt.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eines der ältesten medizinischen Diagnose- und Heilverfahren der Welt. Ihre Anfänge liegen 6000 bis 8000 Jahre zurück. Die ersten bekannten Textbücher sind über 2000 Jahre alt. Therapiemethoden der TCM (Arzneitherapie/Kräuterheilkunde, Akupunktur und Moxibustion, Tuina-Massage, Diätetik sowie Qigong und Taijiquan) werden weltweit an jährlich 800 Millionen Menschen auch außerhalb Chinas angewendet. Der geschätzte Umfang aller Dienstleistungen und Waren der TCM wird in Deutschland auf über drei Milliarden Euro jährlich geschätzt. Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach ergab 2005, dass sich zwei von drei Deutschen im Krankheitsfall am liebsten durch eine Kombination aus Schulmedizin und TCM behandeln lassen würden.

"Wir freuen uns, dass wir mit dem UKE eine der renommiertesten deutschen Universitätskliniken als Partner gewinnen konnten", erklärte Fritz Horst Melsheimer, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur Versicherungsgruppe aus Anlass der Bekanntgabe der TCM-Stiftungsprofessur. "Die HanseMerkur hat als eines der ersten Unternehmen der Privaten Krankenversicherung auf den Trend zur immer stärkeren Nachfrage nach alternativmedizinischen Verfahren reagiert. Wir bieten bereits seit 1992 marktführende Ergänzungsschutz- und Krankenvollversicherungstarife bei der Erstattung naturheilkundlich-medizinischer Leistungen an. Dazu zählen auch Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin. Wir erwarten, dass die wissenschaftliche Untersuchung dieser asiatischen Heilverfahren dazu beitragen wird, transparente Qualitätsstandards für die TCM-Medizin in Deutschland zu definieren. Nur so können wir unseren Kunden neben hochwertigen schulmedizinischen Leistungen auch optimale und damit effiziente komplementärmedizinische Behandlungsverfahren anbieten."

Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor des UKE, ergänzt: "Als Verfechter einer evidenzbasierten Medizin freue ich mich sehr, dass die HanseMerkur dem UKE die Möglichkeit gibt, die Wirkungsmechanismen von TCM-Verfahren zu erforschen und damit einen wissenschaftlichen Beitrag zu mehr fundiertem Wissen über TCM zu leisten. Mit dem Stiftungslehrstuhl wollen wir die nachweislichen Erfolge der TCM klar von dem Graubereich der Paramedizin abheben, in dem noch allzu viel Glauben statt Wissen floriert."

Die HanseMerkur Krankenversicherung aG (HMK) ist das zweitälteste private Krankenversicherungsunternehmen Deutschlands und die Muttergesellschaft der HanseMerkur Versicherungsgruppe, des einzigen selbstständigen und konzernunabhängigen Assekuranzunternehmens am Finanzplatz Hamburg, das bundesweit tätig ist. Die HMK hat 800 000 Kunden und erwirtschaftete in 2005 ein Beitragsvolumen von 401,6 Millionen Euro. Als Spezialist für den privaten Ergänzungsversicherungsschutz hat sich die HMK bundesweit einen Namen gemacht. Schon im Jahre 1989 war das Unternehmen der erste Krankenversicherer, der die Leistungskürzungen der Blümschen Gesundheitsreform mit dem Tarif ES ausglich. Heute ist die HanseMerkur durch Kooperationen mit den Ersatzkassen DAK, Hamburg Münchener und HEK sowie mit der Hamburger Sparkasse (Haspa) und der Drogeriekette Budnikowsky (BUDNI) drittgrößter Anbieter von privatem Kranken-Zusatz¬versicherungsschutz für gesetzlich Versicherte. Eine Brillenversicherung wurde 2004 für Deutschlands größte Optikerkette Fielmann entwickelt, die bislang über 1,6 Millionen Mal verkauft wurde. Aber auch über innovative Krankenvollversicherungs-Tarife, die attraktive Leistungsvorteile für Frauen, Kinder und höherverdienende Angestellte sowie Selbstständige bieten, hat sich die HanseMerkur erfolgreich im Markt positioniert. Dazu kommt die führende Position bei der Erstattung naturheilkundlich-medizinischer Leistungen. Auch mit ihrem aktiven Gesundheitsmanagement sowie im Beratungsservice für Kunden, zum Beispiel über ein Gesundheitstelefon mit Fachärzten zum Ortstarif und eines der umfangreichsten Gesundheitsportale im Internet (www.diegesundheitsprofis.de), setzt die HanseMerkur Akzente.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) umfasst heute in 15 Zentren mehr als 80 interdisziplinär zusammenarbeitende Kliniken, Polikliniken und Institute. Mit 1495 Betten ist es eines der größten Krankenhäuser in Hamburg. Jährlich nimmt das Klinikum etwa 52 000 Patienten stationär auf. Hinzu kommen 200 000 ambulante Behandlungen und rund 50 000 Notfälle.
Wie alle Universitätskliniken leistet das UKE eine umfassende Krankenversorgung, alle bekannten und verbreiteten Krankheiten werden behandelt. Neue Forschungserkenntnisse und Behandlungsmethoden finden Eingang in die Diagnose und Therapie von Erkrankungen. Viele Therapien können in Hamburg und Umgebung nur hier erfolgen - zum Beispiel Transplantationen von Herz, Lunge, Leber, Niere und Knochenmark. In über 160 Spezialsprechstunden finden Patienten Rat und Hilfe - besonders bei chronischen, seltenen und schwierig zu behandelnden Krankheiten.

Von den rund 6500 Beschäftigten des UKE sind über 1300 Ärzte und Naturwissenschaftler. Im Pflegedienst arbeiten fast 3000 Menschen als Krankenschwestern, Pfleger oder Therapeuten. Rund 1000 Mitarbeiter sind in den Laboren oder Untersuchungsbereichen beschäftigt, während mehr als 1000 Menschen in der Technik, der Verwaltung und den Betriebsdiensten tätig sind.

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