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Universität Erlangen-Nürnberg: Größter deutscher Kongress fü Psychologie

11.09.2006 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Vom 17. bis 21. September 2006 findet in Nürnberg der 45. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie statt. Die Tagung unter dem Motto "Humane Zukunft gestalten" wird von Professor Dr. Friedrich Lösel von der Universität Erlangen-Nürnberg organisiert. Mit rund 2.300 Teilnehmern und zirka 1.800 Beiträgen aus dem In- und Ausland ist es der bislang größte deutsche Kongress für Psychologie. Offizieller Tagungsauftakt ist am 18. September, 9.30 Uhr, im Hörsaal H4 der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Erlangen-Nürnberg, Lange Gasse 20, Nürnberg. Ausführliche Informationen zum Kongress gibt es im Internet unter http://www.dgps2006nuernberg.de Pressekonferenz
Am 19. September, 15.00 Uhr, laden die Veranstalter zu einer Pressekonferenz
in der WiSo-Fakultät in Nürnberg, Lange Gasse 20, Raum 2.429. Als Gesprächspartner stehen neben Professor Lösel die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), Professor Dr. Hannelore Weber, sowie weitere Vorstandsmitglieder zur Verfügung.

Psychologie - wichtig in allen Lebensbereichen
Das Kongressmotto "Humane Zukunft gestalten" hat zu zahlreichen Beiträgen aus der Angewandten Psychologie angeregt. Die Felder reichen von der Gesundheit und Bildung über die Arbeit, die Familie, die Wirtschaft, die Medien, das Recht und den Verkehr bis hin zur inneren Sicherheit und den Beziehungen zwischen den Kulturen. Zwar kann auch die Psychologie für die komplexen Alltagsprobleme keine Patentrezepte liefern, mit der Erforschung des menschlichen Erlebens und Verhaltens trägt sie jedoch dazu bei, die - im doppelten Wortsinn - humane Zukunft zu gestalten. Ähnlich wie es bereits der frühere Nürnberger Professor und Bundeskanzler Ludwig Erhard für die Wirtschaft betont hat, geht es in vielen Lebensbereichen nicht ohne Psychologie.

Die Bedeutung der Psychologie für den Alltag betonen auch die Grußworte des bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. Edmund Stoiber, des Nürnberger Oberbürgermeisters, Dr. Ulrich Maly, des Rektors der Universität-Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, der Präsidentin des Berufsverbands deutscher Psychologinnen und Psychologen, Carola Brücher-Albers, und des Präsidenten der Bundespsychotherapeutenkammer, Prof. Dr. Rainer Richter.

Preise und Ehrungen
Bei der Kongresseröffnung am 18. September verleiht die DGPs ihre Preise. Der Preis für das wissenschaftliche Lebenswerk geht an Prof. Dr. Theo Herrmann (Mannheim), der Franz-Emmanuel-Weinert-Preis an die frühere Bundesministerin Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr (Heidelberg), die Wilhelm-Wundt-Medaille an Prof. Dr. Dr. h.c. Onur Güntürkün (Bochum), der Charlotte- und Karl-Bühler-Preis an Prof. Dr. Axel Buchner (Düsseldorf) und Prof. Dr. Ralph Hertwig (Basel), der Heinz-Heckhausen-Jungwissenschaftlerpreis an Dr. Natalie C. Ebner (Berlin) und Dr. Alexander Strobel (Dresden). Der Fernseh-Journalist Ranga Yogeshwar (WDR, Köln) erhält den Preis für Wissenschaftspublizistik. Prof. Dr. Gerd Lüer (Göttingen) wird zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychologie ernannt.

Im Rahmen des Kongresses wird Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Lösel mit dem Deutschen Psychologiepreis ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung findet am 17. September um 18.00 Uhr im Historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg statt. Den Preis vergibt die DGPs zusammen mit dem Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen und der Christoph-Dornier-Stiftung.

Die Kongressbeiträge behandeln u. a. die deutschen Schulen nach PISA, die Wirksamkeit von Lehr- und Lernmethoden, die Ursachen und Prävention der Gewalt von Jugendlichen, die frühe Bindung von Kindern, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den Stress am Arbeitsplatz, Berufserfolg und Lebenszufriedenheit, die Bewältigung von Langzeitarbeitslosigkeit, Migration und die Integration von Kulturen, neue Medien und Wirklichkeit, die Sicherheit im Straßenverkehr, den Umweltschutz, die Studierendenauswahl und Qualitätssicherung an Hochschulen, die Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen, Probleme im Alter sowie die Ursachen und Therapie von Ängsten, Ess-Störungen und Depressionen. Beiträge der Grundlagenforschung betreffen u.a. die Willensfreiheit, die Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, das Entscheiden, genetische Einflüsse auf das Verhalten, das Selbstbild, die Intelligenz und die soziale Kompetenz.


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