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9. Dortmunder Fuzzy-Tage erneut Treffpunkt für Experten aus aller Welt

15.09.2006 - (idw) Universität Dortmund

Dortmunder Fuzzy-Tage, die Neunten: Auf Einladung von Prof. Dr. Bernd Reusch treffen vom 18. - 20.9. wieder Experten aus 23 Ländern zusammen, um über aktuelle Forschungsergebnisse in den unterschiedlichen Bereichen der Fuzzy Logik, neuronaler Netze und evolutionärer Algorithmen zu diskutieren. Etwa 100 Wissenschaftler aus 23 Ländern - darunter Indien, Japan, China, Australien, Neuseeland, Finnland, Lettland, Ukraine, Russland, Ungarn, Schweiz, USA, UK sowie zahlreiche südosteuropäische Länder - diskutieren in Dortmund zum nunmehr neunten Mal über aktuelle Forschungsergebnisse im Bereich der sog. Computational Intelligenz (CI), also über Methoden wie die Fuzzy Logik, Neuronale Netze und Evolutionäre Berechnungsverfahren.
Neben dem "Vater" der Fuzzy-Logik, Prof. Dr. Lotfi A. Zadeh, Universität Berkeley, der ein weiteres Mal der Veranstaltung seine Referenz erweist, referieren unter anderem Prof. Dr. Ernesto Damiani, Universität Mailand, Prof. Dr. Janusz Kacprzyk, Polnische Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Nikola Kasabov, Auckland University of Technology und Prof. Dr. Enric Trillas, Technische Universität Madrid über Themen wie "Fuzzy Sets vs. Language"(Enric Trillas, Eloy Renedo, Sergio Guadarrama) oder "Linguistik Summarization of Some Static and Dynamic Features of Consensus Reaching"(Kacprzyk, Zadrozny, Wilbik).
Begrüßt werden die Konferenzteilnehmer unter anderem von Dr. Michael Stückradt, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Innovationsministerium und Udo Mager, Leiter der Dortmunder Wirtschaftsförderung.
Durch die Unterstützung der International Fuzzy Systems Association (IFSA), der European Society for Fuzzy Logic and Technology (EUSFLAT) und der Berkeley Initiative in Soft Computing haben die Dortmunder Fuzzy-Tage ein weiteres Mal internationale Bedeutung.
Zum Fachbereich:
Computational Intelligence (CI) ist ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz (KI). In Abgrenzung zur klassischen KI, die auf formale Logik aufbaut, kehrt die CI zu einer Darstellung der Problemstellung durch Zahlen und arithmetische Operationen zurück. Zum Ausdruck kommt diese Tatsache auch in der Wahl der Bezeichnung CI (Computational = rechenbetont). ). Zu den Kerngebieten der CI gehören Fuzzy Logik, künstliche neuronale Netze und die evolutionären Algorithmen.
Der Einsatz von Fuzzy Logik (FL) ermöglicht eine natürlich-sprachliche Beschreibung von Problemstellung sowie die Verarbeitung dieser Beschreibung durch einen Rechner. Auf diese Weise können komplexe Vorgänge (z. B. Regelungs- und Steuerungsvorgänge oder Planungsentscheidungen) einfach und nachvollziehbar beschrieben werden, ohne die Möglichkeit auf rechnergestützte Verarbeitung zu verlieren.
Bei den künstlichen neuronalen Netzen (KNN) handelt es sich um massiv parallele Systemen, deren wesentliches Element ihre Lernfähigkeit darstellt. Die Fähigkeit, Klassifikations- oder Regressionsprobleme selbständig aus Trainingsbeispielen zu lernen, ohne daß das Netz dazu explizit programmiert werden muß, machen KNNs universell einsetzbar. KNNs werden erfolgreich im Bereich der Qualitätssicherung eingesetzt. Da sie in der Lage sind komplexe Strukturen zu lernen und voneinander zu unterscheiden können sie auf Basis von gut/schlecht-Proben die Aufgaben erfahrener Qualitätssicherer unterstützen bzw. sogar vollständig übernehmen.

Bei evolutionären Algorithmen (EA) sind moderne Optimiermethoden, die im Gegensatz zu traditionellen Optimierverfahren keine Umsetzung des Optimierproblems in mathematische Systeme erfordern.
Kontakt:
Prof. em. Dr. Bernd Reusch, Lehrstuhl Informatik I,
Ruf: (0231)755-6222, Email: Bernd.Reusch@udo.edu

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