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Röntgenring soll als Wissenschaftsmeile etabliert werden

20.09.2006 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

In den im 19. Jahrhundert gebauten Instituten der Uni Würzburg am Röntgenring haben insgesamt 13 Nobelpreisträger geforscht und gelehrt. Diese Tatsache will die Universität künftig verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit tragen. Der Röntgenring soll noch in diesem Jahr als "Wissenschaftsmeile" etabliert werden. Mit diesem Konzept hatten Universität, Fachhochschule und Würzburg AG im Jahr 2005 erfolgreich am Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" teilgenommen.

Einer der Bausteine im Konzept ist pikant, anregend - und schmeckt nach exotischen Fruchtaromen: Das Würzburger Weingut Bürgerspital hat einen Sonderbocksbeutel "Nobelpreisträger in Würzburg" kreiert, gefüllt mit einem 2005er Riesling von der Würzburger Abtsleite.

Weingutsdirektorin Sonja Höferlin und Unipräsident Axel Haase stellten den Tropfen jetzt vor. Geschmückt wird der Sonderbocksbeutel von einem Halbkreis in den Nationalfarben Deutschlands. Darin sind in Form einer Blume die Namen der 13 Nobelpreisträger um das Siegel der Universität herum gruppiert. Das farbige Motiv ist direkt auf die Flasche gedruckt; der Bocksbeutel ist für 7,50 Euro beim Bürgerspital zu haben.

Als nächster Schritt werden sechs Institute am Röntgenring mit entsprechenden Schildern versehen. Im Ringpark entlang des Röntgenrings soll außerdem ein Nobelpreisträger-Lehrpfad entstehen. Ab dem Spätherbst 2006 sollen dann die wissenschaftlichen Institute am Röntgenring nachts beleuchtet sein.

Der Höhepunkt in Sachen "Wissenschaftsmeile" folgt am 8. Dezember: An diesem Tag ist die Eröffnung einer Ausstellung über die Würzburger Nobelpreisträger geplant. Dabei sollen deren Forschungen begreiflich werden, es sollen Experimente nachgestellt werden, die Besucher sollen auch selber Hand anlegen dürfen.

Der Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen", an dem sich bundesweit über 1.200 Orte beteiligt hatten, war Teil der Kampagne "Deutschland - Land der Ideen". Diese soll die Bundesrepublik im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft von ihrer besten Seite präsentieren. Getragen wird die Kampagne von der Bundesregierung, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und einzelnen Unternehmen. Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler, auf den auch die Formulierung "Land der Ideen" zurückgeht.

Jeder der ausgewählten 365 Orte präsentiert sich und seine Idee an einem Tag des Jahres 2006 mit einer eigenen Veranstaltung. Würzburg ist am 8. Dezember mit der Ausstellung über die Nobelpreisträger an der Reihe.

Nobelpreise von Röntgen bis Michel

Etliche Nobelpreisträger, die an der Uni Würzburg tätig waren, sollen bei der Ausstellung am 8. Dezember 2006 präsentiert werden. Sechs von ihnen bekamen Nobelpreise für Physik: Wilhelm Conrad Röntgen (1901), Ferdinand Braun (1909), Wilhelm Wien (1911), Max von Laue (1914), Johannes Stark (1919) und Klaus von Klitzing (1985). Fünf erhielten Nobelpreise für Chemie: Emil Fischer (1902), Svante Arrhenius (1903), Eduard Buchner (1907), Walther Nernst (1920) und Hartmut Michel (1988). Die restlichen zwei Nobelpreise (Medizin) gingen an Karl Landsteiner (1930) und Hans Spemann (1935).
Weitere Informationen: http://www.buergerspital.de/
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