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KDA: Neues Service-Verzeichnis zu Demenz geht am Welt-Alzheimertag online

21.09.2006 - (idw) Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e. V.

Entlastung für privat und beruflich Pflegende per Mausklick Entlastung für privat und beruflich Pflegende per Mausklick

Neues Service-Verzeichnis zu Demenz geht am Welt-Alzheimertag online

Köln (KDA) - 21. September 2006 - Eine schnelle und wohnortnahe Übersicht über Initiativen, Dienste und Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen, die Unterstützung bei Demenz anbieten, vermittelt das heute an den Start gegangene Online-Verzeichnis unter www.demenz-service-nrw.de. Es ist ein Service-Angebot der Landesinitiative Demenz-Service NRW, die vom Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales und den Pflegekassen gefördert wird. Damit erfahren von der Krankheit betroffene Familien sowie auf diesem Gebiet beruflich Engagierte eine wichtige Hilfe, denn sie erhalten auf einen Blick detaillierte Hinweise auf wohnortnahe Angebote.
"Die Begleitung von Menschen mit Demenz ist sehr aufwändig. Pflegende Angehörige sind rund um die Uhr gefordert und können oft nur kurz das Haus verlassen, um zum Beispiel in großer Eile einkaufen zu gehen", erklärt Christine Sowinski, Psychologin und Pflegefachfrau des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), bei dem die Koordinierungsstelle der Landesinitiative Demenz-Service NRW eingerichtet wurde. "Um die Pflegenden zu entlasten und damit ihre Pflegebereitschaft über einen längeren Zeitraum zu fördern, muss die Begleitung von Menschen mit Demenz unbedingt auf mehrere Schultern verteilt werden", betont Sowinski. Doch zeitnah geeignete Helferinnen und Helfer oder Institutionen zu finden, sei oft ein großes Problem.
Das neue Online-Verzeichnis soll dabei zukünftig Abhilfe schaffen: "Ob jemand nun beispielsweise nach Beratungsangeboten, Memory-Kliniken, Betreuungsgruppen, Kurzzeitpflege-Einrichtungen, Selbsthilfe-Initiativen, Wohngruppen oder Heimen sucht: Unterstützungsmöglichkeiten rund um das Thema Demenz sollen möglichst umfassend in der ständig wachsenden Datenbank erfasst werden, die nicht nur Adressen beinhaltet, sondern auch ergänzende und weitere nützliche Hinweise zu den Angeboten gibt", erklärt KDA-Geschäftsführer Klaus Großjohann.
Derzeit sind in dem Verzeichnis rund 1400 Angebote zu finden. Darunter sind erstmals auch ca. 500 vom Versorgungsamt Düsseldorf anerkannte Gruppen mit ehrenamtlich Helfenden, deren Leistungen mit den Pflegekassen abgerechnet werden können.

Mehr Transparenz und Qualität bei Demenz-spezifischen Angeboten
"Interessierte finden in der Datenbank auch Konzepte der Anbieter, die so formuliert sind, dass auch Laien sie verstehen. "Diese Angaben ermöglichen einen besseren Vergleich der Angebote untereinander, sorgen damit für mehr Transparenz auf dem Markt und so mittelfristig auch für mehr Qualität", erläutert Ministerialrat Roland Borosch vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Das NRW-Sozialministerium unterstützt gemeinsam mit den Landesverbänden der Pflegekassen den Aufbau dieses Online-Service-Angebotes und die Landesinitiative Demenz-Service NRW.

"Die Qualitätssicherung wird auch dadurch erreicht, dass die verschiedenen Anbieter, die in einer Region arbeiten, aber oft nichts voneinander wissen, nun aufeinander aufmerksam werden und zusammen arbeiten können. Von dieser Vernetzung und dem Hand-in-Hand-Arbeiten profitieren dann die Kranken und ihre Angehörigen", erklärt Klaus Besselmann von der Koordinierungsstelle der Landesinitiative im KDA. Besselmann weist darauf hin, dass damit nicht nur die "klassischen" Pflegeberufsgruppen wie Mitarbeitende in Pflegediensten und Heimen gemeint sind, sondern auch zum Beispiel Bankangestellte, Mitarbeitende bei Polizei und Justiz oder das Verkaufspersonal in Lebensmittelgeschäften. "Diese werden zunehmend mit Demenzerkrankten und ihren Orientierungsproblemen konfrontiert und brauchen daher dringend Informationen über wohnortnahe Informations- und Unterstützungsangebote zum Thema Demenz", so Besselmann und ergänzt: "Angebotsverzeichnisse wie dieses spielen außerdem eine wichtige Rolle im Kontext einer kommunalen Bedarfsplanung und der Arbeit von Gremien und Arbeitsgruppen, wie zum Beispiel kommunaler Pflege- und Gesundheitskonferenzen."

Das Online-Angebotsverzeichnis wurde zusammen mit den acht Demenz-Servicezentren in NRW und dem Versorgungsamt Düsseldorf zusammengestellt. Die Angaben des Verzeichnisses beruhen auf einer Selbstauskunft der Dienste und Einrichtungen, werden aber von den Demenz-Servicezentren laufend stichprobenartig und bei Bedarf überprüft sowie aktualisiert. Das Internet stellt dazu das ideale Medium dar. Anbieter von Demenz-spezifischen Angeboten können sich mit Hilfe eines Online-Antragsformulars auch selbst für die Aufnahme in die Datenbank bewerben. Somit lassen sich noch vorhandene Datenbanklücken in einzelnen Regionen NRWs sehr schnell schließen.


In Nordrhein-Westfallen leben derzeit mehr als 300.000 Menschen mit Demenz, von denen 75 Prozent in den eigenen vier Wänden meist von ihren Angehörigen betreut und gepflegt werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Ines Jonas oder Harald Raabe vom KDA-Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: publicrelations@kda.de oder Telefon: 0221/931847-0
Homepage http://www.kda.de und http://www.demenz-service-nrw.de

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