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Mathe mit Intuition

26.09.2006 - (idw) Hochschule Wismar, University of Technology, Business and Design

Gibt es Verbindungen zwischen dem kindlichen Umgang mit Computerspielen und dem Einsatz spezieller Mathematik-Software? Dies ist nur eine von zahlreichen Fragen, die während des 5. Workshops "Mathematik für Ingenieure" am kommenden Freitag, dem 29. September 2006, ab 10:00 Uhr an der Hochschule Wismar, University of Technology, Business and Design, im Hörsaal 101 diskutiert werden. Aus Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Neuseeland reisen die Referenten der 15 Beiträge zum eintägigen Workshop an. Die behandelten Themen umfassen ein breiteres Spektrum als es der Titel "Mathematik für Ingenieure" zunächst vermuten lässt. Selbstverständlich werden die aktuellen Probleme der Mathematikausbildung im Ingenieurbereich, der Einsatz von Computern und neuen Medien in Lehrveranstaltungen, die interdisziplinäre Vernetzung der Mathematikausbildung und internationale Kooperationen im Mathematikbereich, die Rolle der Mathematik in der Industrieforschung sowie die Entwicklung neuer Lehrmaterialien oder neuer Lehrkonzepte vorgestellt und diskutiert. Aber auch die Förderung begabter Studenten in Mathematik durch Wettbewerbe, die Unterstützung des Mathematikunter-richtes an Schulen und nicht zuletzt die öffentliche Wahrnehmung der Mathematik sowie die Werbung für sie stehen im Fokus der Beiträge.

Gleich zwei Referenten widmen ihren Beitrag der Thematik Intuition in Bezug auf Mathematik. Während Prof. Dr. Thomas Risse von der Hochschule Bremen in der Kurzzusammenfassung verspricht, dass er an einer Reihe klassischer Resultate zeigt, dass Nicht-Intuitives in vielen Bereichen der Mathematik vorkommt, so sagt er gleich im ersten Satz: "Intuition ist für Mathematiker wesentlich, ...". Prof. Dr. Jörg J. Buchholz von derselben Hochschule stellt dagegen in seinem Beitrag mit "Matlab goes doom" folgende einleitende Fragen: Sagt Ihnen die Tastenkombination W-A-S-D etwas? Haben Sie Ihrem halbwüchsigen Sohn schon mal über die Schulter gesehen, wenn er seinen neuesten Ego-Shooter spielt und darauf geachtet, wo die Finger seiner linken Hand liegen? Können Sie sich vorstellen, dass er sich intuitiv weitaus schneller und sicherer durch dreidimensionale Datendarstellungen in Matlab bewegen kann als Sie mit Ihren guten alten zoom-, pan- und rotate-Schaltflächen; und das auch noch, ohne zu wissen, dass der Begriff Matrix nicht nur im Kino, sondern auch in der Mathematik eine Bedeutung besitzt?

Diese beiden Beispiele sollen nicht nur zeigen, wie spannend Mathematik und wie breit gefächert und diskussionswürdig der Umgang mit ihr ist. Sie zeigen auch, dass sich der Workshop keinesfalls nur an Mathematik- und Informatiklehrende an Hochschulen, insbesondere im technischen Bereich richtet. Auch Lehrer an Gymnasien und Fachoberschulen, die im mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Bereich unterrichten, sind herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen. Vorträge mit direktem Schulbezug finden vor allem ab 15:50 Uhr statt.

Dem Internet http://www.et.hs-wismar.de/~schott/workshop können Sie das gesamte Programm der vom Gottlob-Frege-Zentrum der Hochschule Wismar organisierten Veranstaltung entnehmen sowie eine Kurzzusammenfassung aller angemeldeten Beiträge. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. rer. nat. habil. Dieter Schott, Tel.: (03841) 753 322 bzw. E-Mail: d.schott@et.hs-wismar.de.

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