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Brecht als Schulautor: Bilanz und Perspektiven

30.01.2003 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Antrittsvorlesung der Lehrstuhlinhaberin für Fachdidaktik Deutsch am 4. Februar an der Universität Jena

Jena (30.01.03) Bertolt Brechts Texte gehören gegenwärtig zum Standard-Programm des Deutschunterrichts. Sie waren bereits früher in beiden deutschen Staaten Schullektüre - aber mit unterschiedlicher Auswahl und Wertung. Diesem Thema widmet sich Prof. Dr. Juliane Köster am 4. Februar in ihrer öffentlichen Antrittsvorlesung "Brecht als Schulautor: Bilanz und Perspektiven". Die Lehrstuhlinhaberin für Fachdidaktik Deutsch an der Universität Jena wird ab 18.15 Uhr in der Universitäts-Aula (Fürstengraben 1) reden.

Köster geht der Frage nach, warum sich in der Auswahl Brechtscher Texte und Themen für den Unterricht nicht nur erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West, sondern auch deutliche Akzentverschiebungen nach der "Wende" zeigen. Diesen Befund erklärt sie aus dem Spannungsfeld didaktischer Kategorien und politischer Kräfte. Dabei beleuchtet die Unterrichtsexpertin vor allem zwei Zeiträume: die 50er/60er Jahre, in denen Brecht zum Schulautor wurde, und die 90er Jahre, in denen die didaktische Bedeutsamkeit des Autors unter neuen Bedingungen zur Debatte stand.

Die Frage nach Brechts Zukunft im Schulunterricht wird nicht nur im Kontext aktueller didaktischer und bildungspolitischer Strömungen erörtert. Prof. Köster wird sie auch mit Blick auf das spannungsvolle Verhältnis von Dichtung und Politik beantworten.
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