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Erstes Kieler Symposium und Ausstellung: "Ozean der Zukunft"

26.09.2006 - (idw) Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, Kiel

Der globale Klimawandel, aber auch die zunehmende Verwertung von Rohstoffen aus dem Ozean, wird weit reichende Auswirkungen auf den größten zusammenhängenden Lebensraum auf unserem Planeten haben. In der ersten internationalen Tagung des Kieler Forschernetzwerks "Ozean der Zukunft" diskutieren Wissenschaftler über die Tragweite dieser Entwicklungen für unsere Gesellschaft. In den letzten Jahren erleben wir Umweltveränderungen von einem bisher unbekannten Ausmaß. Dazu gehören eine stark angestiegene Zahl von Extremereignissen wie tropische Stürme, weltweit steigende Temperaturen und die zunehmende Eisschmelze in den Polargebieten. Wissenschaftler deuten diese Ereignisse als Symptome des Globalen Wandels, die unseren Lebensraum nachhaltig verändern werden. Auch im Ozean beobachten Forscher Veränderungen, deren genaue Auswirkungen heute noch nicht absehbar sind. Vom 02. bis zum 04. Oktober wollen Wissenschaftler im Rahmen eines Symposiums sowohl diese Entwicklungen und ihre möglichen Folgen wie auch die zunehmende Bedeutung der Weltmeere als Quelle von Ressourcen nachgehen. "Es ist unser Anliegen, die Prozesse verbunden mit diesem Wandel zu verstehen, sowie die zukünftigen Chancen und Risiken des Ozeans für den Menschen herauszuarbeiten", sagt Prof. Martin Visbeck vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR).
Welche Änderungen kommen auf den Ozean zu und welche Auswirkungen haben sie auf unsere Zukunft? Das Symposium wird Wissenschaftler des Kieler Forschernetzwerks mit international anerkannten Experten zusammenbringen, um über wichtige Themen in den Meereswissenschaften zu diskutieren. Dazu gehören neben Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und Ozean auch die Folgen für marine Ökosysteme. Ein weiterer Schwerpunkt ist die große Bandbreite von Rohstoffen aus dem Meer und deren wirtschaftliche Bedeutung. "Wenn wir die Ressourcen aus dem Meer nutzen, sollten wir gleichzeitig darauf achten, das sensible Gleichgewicht des Ozeans zu wahren", berichtet Prof. Colin Devey vom IFM-GEOMAR, "als Forscher können wir dabei unsere Kenntnisse einbringen, um die einmaligen Ökosysteme des Ozeans für zukünftige Generationen zu schützen."
Zeitgleich zum Symposium präsentiert das Netzwerk "Ozean der Zukunft" eine neue, erlebnisorientierte Ausstellung über die vielfältigen Forschungsrichtungen am Standort Kiel. Diese Ausstellung wird im Rahmen der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit in Kiel am 02. Oktober um 13 Uhr eröffnet. In einer inszenierten Unterwasseratmosphäre werden die komplexen Zusammenhänge des Systems Ozean anschaulich dargestellt. Interaktive Bildschirmpräsentationen bieten Besuchern die Möglichkeit, in die spannende Thematik der Meere und ihre Zukunft einzutauchen.

Mit zwei weiteren Veranstaltungen möchte das Netzwerk "Ozean der Zukunft" auch die breite Öffentlichkeit für das Thema interessieren. In einer Podiumsdiskussion am 02. Oktober um 17.30 Uhr diskutieren Rechtsexperten, Journalisten und Wissenschaftler über die "Chancen und Risiken des zukünftigen Ozeans". Am 03. Oktober um 18 Uhr liest Frank Schätzing aus seinem kürzlich erschienenen Buch, "Nachrichten aus einem unbekannten Universum". In seiner Darstellung über die Geschichte der Meere geht der Bestsellerautor spannenden Fragen nach, wie zum Beispiel, woher kam das ganze Wasser, wie konnte im Urozean Leben entstehen und warum ist die Evolution ausgerechnet diesen Weg gegangen?
Das Kieler Forschernetzwerk "Ozean der Zukunft" ist ein in Deutschland einmaliger Zusammenschluss von Meeres-, Geo- und Wirtschaftswissenschaftlern sowie Medizinern, Mathematikern, Juristen und Gesellschaftswissenschaftlern, die sich die multidisziplinäre Erforschung des Ozeans zum Ziel gesetzt haben. Das Netzwerk ist im Dezember 2005 in Kiel gegründet worden und beteiligt sich unter anderem an einem Forschungsantrag im Rahmen der Exzellenzinitiative der deutschen Bundesregierung zusammen mit den Bundesländern. Zu den Kieler Partnern gehören 26 Institute der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR), das Leibniz-Institut für Weltwirtschaft (IfW) und die Muthesius Kunsthochschule.

Ansprechpartner:

Wissenschaftliche Koordination
Prof. Martin Visbeck, Tel. 0431 600 4100, mvisbeck@ifm-geomar.de
Prof. Colin Devey, Tel. 0431 600 2257, cdevey@ifm-geomar.de

Ausstellung "Ozean der Zukunft"
Prof. Manfred Schulz, Tel. 0431 5198 464, m.schulz@muthesius.de
Dr. Gerd-Hoffmann Wieck, Tel. 0431 600 2555, ghoffmann-wieck@ifm-geomar.de

Pressekontakt und Podiumsdiskussion
Dipl.-Journ. Mona Botros, Tel. 0431 600 2807, mbotros@ifm-geomar.de
Weitere Informationen: http://Kieler Forschernetzwerk "Ozean der Zukunft": www.ozean-der-zukunft.de/symposium2006 http://Christian-Albrechts-Universität zu Kiel: www.uni-kiel.de http://Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR): www.ifm-geomar.de http://Leibniz-Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel): www.ifw-kiel.de http://Muthesius Kunsthochschule: www.muthesius-kunsthochschule.de

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