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Entscheidungsfallen vermeiden - Gossen-Preis für Professor Ockenfels

28.09.2006 - (idw) Universität zu Köln

Wie unterscheidet sich das Verhalten des homo oeconomicus von dem Verhalten des homo sapiens? Wie können Entscheidungsfallen vermieden werden? Wie müssen die Regeln komplexer elektronischer Märkte ausgestaltet werden? Diesen Fragen geht Professor Dr. Axel Ockenfels in seiner Forschungsarbeit nach, für die er heute anlässlich der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik in Bayreuth mit dem Gossen-Preis ausgezeichnet wurde.

Sein Ziel ist es, so Brücken zwischen moderner Wirtschaftstheorie und Praxis zu schlagen, und dadurch zugleich neue Ansätze für die Forschung und für die Praxis zu finden. Professor Ockenfels kombiniert Spieltheorie, verhaltenswissenschaftliche Ansätze und experimentelle Techniken im Laboratorium und im Feld, um selbst hochkomplexe reale Institutionen gewissermaßen im 'Windkanal' einer wissenschaftlich fundierten Analyse zugänglich zu machen. So hilft er beispielsweise im Energie- und Telekommunikationssektor, moderne Algorithmen für neue und verbesserte Marktplätze zu entwickeln. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt von Ockenfels - zum Teil in erfolgreicher Zusammenarbeit mit eBay - sind Fragen der optimalen Gestaltung von elektronischen Auktions- und Verhandlungsplattformen sowie Reputationsmechanismen. Auch hier demonstriert Ockenfels, wie ökonomische Forschung und Praxis voneinander lernen können.

Professor Ockenfels wurde 1969 in Rheydt geboren. Er promovierte 1998 in der Volkswirtschaftslehre an der Universität Magdeburg und habilitierte sich hier vier Jahre später. 2001 übernahm er die Leitung einer Nachwuchsgruppe im Emmy Noether-Programm der DFG, von 2002 bis 2003 die Leitung einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Wirtschaftssystemen in Jena. Seit 2003 ist er Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaft der Universität Köln sowie Direktor des Energiewirtschaftlichen Instituts und des Laboratoriums für Experimentelle Wirtschaftsforschung. Bereits 2005 erhielt Professor Ockenfels für seine Arbeiten mit dem Leibniz-Preis den höchstdotierten und wichtigsten deutschen Forschungspreis.

Der Verein für Socialpolitik zeichnet einmal jährlich einen Wirtschaftswissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum aus, der mit seinen Arbeiten internationales Ansehen gewonnen hat. Das Ziel des Preises ist es, die Internationalisierung der deutschen Wirtschaftswissenschaft zu fördern. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und nach Hermann Heinrich Gossen benannt.

Internet-Links: www.socialpolitik.org
http://ockenfels.uni-koeln.de/

Verantwortlich: Anneliese Odenthal

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