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Festakt: Universität Göttingen verabschiedet Bibliotheksdirektor Prof. Dr. Elmar Mittler

28.09.2006 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

Dr. Lossau wird als Direktor der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek eingeführt
Mit einem Festakt am Mittwoch, 4. Oktober 2006, verabschiedet die Universität Göttingen Prof. Dr. Elmar Mittler, den langjährigen Direktor der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB). Gleichzeitig wird Dr. Nobert Lossau als Nachfolger in sein Amt eingeführt. Universitäts-Präsident Prof. Dr. Kurt von Figura begrüßt dazu rund 200 geladene Gäste in der Aula am Wilhelmsplatz. Nach einem Grußwort des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, blickt Prof. Mittler auf die 16 Jahre seines Schaffens in Göttingen zurück. Den anschließenden Festvortrag mit dem Titel "Mit der Gutenbergbibel in die digitale Zukunft" hält Prof. Dr. Stephan Füssel von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Den neuen Direktor der SUB stellt Prof. Dr. Doris Lemmermöhle, Vizepräsidentin der Universität, vor. Dr. Lossau gibt abschließend einen Ausblick auf seine zukünftige Tätigkeit. Der Festakt wird musikalisch von Yaltah Worlitzsch (Violine und Klavier) und Valentino Worlitzsch (Violoncello und Klavier) begleitet. Pressemitteilung
Göttingen, 28. September 2006 / Nr. 309/2006

Festakt: Universität Göttingen verabschiedet Bibliotheksdirektor Prof. Dr. Elmar Mittler
Dr. Lossau wird als Direktor der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek eingeführt

(pug) Mit einem Festakt am Mittwoch, 4. Oktober 2006, verabschiedet die Universität Göttingen Prof. Dr. Elmar Mittler, den langjährigen Direktor der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB). Gleichzeitig wird Dr. Nobert Lossau als Nachfolger in sein Amt eingeführt. Universitäts-Präsident Prof. Dr. Kurt von Figura begrüßt dazu rund 200 geladene Gäste in der Aula am Wilhelmsplatz. Nach einem Grußwort des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, blickt Prof. Mittler auf die 16 Jahre seines Schaffens in Göttingen zurück. Den anschließenden Festvortrag mit dem Titel "Mit der Gutenbergbibel in die digitale Zukunft" hält Prof. Dr. Stephan Füssel von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Den neuen Direktor der SUB stellt Prof. Dr. Doris Lemmermöhle, Vizepräsidentin der Universität, vor. Dr. Lossau gibt abschließend einen Ausblick auf seine zukünftige Tätigkeit. Der Festakt wird musikalisch von Yaltah Worlitzsch (Violine und Klavier) und Valentino Worlitzsch (Violoncello und Klavier) begleitet.

Elmar Mittler, Jahrgang 1940, führte die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen als Direktor von 1990 bis 2006. Seit 2003 ist er Professor für Buch- und Bibliothekswesen an der Universität Göttingen. Im Mittelpunkt seiner Amtszeit standen der Umzug der SUB in den modernen Neubau am Platz der Göttinger Sieben in den Jahren 1992 und 1993 und die Sanierung des Historischen Gebäudes in mehreren Bauabschnitten von 2000 bis 2006. Hier konnten die Forschungsbibliothek des 18. und 19. Jahrhunderts und der Bibliothekssaal in der Paulinerkirche als Ausstellungs- und Versammlungsort eröffnet werden. Mit der Einführung der europäischen Pica-Software, des Online-Katalogs und der Gründung des Göttinger Digitalisierungszentrums führte er die Universitätsbibliothek in das Zeitalter der digitaler Mediennutzung. Inbesondere mit der Digitalisierung der Göttinger Gutenbergbibel (1999) wurde die qualitativ hochwertige Digitalisierung gedruckter Medien eingeführt, die unter anderem zum Aufbau einer international vernetzten DIGI-Zeitschriften-Bibliothek führte. Unter der Leitung von Prof. Mittler wurde die SUB als Bibliothek des Jahres 2002 von der Zeit-Stiftung und dem Deutschen Bibliotheksverband ausgezeichnet. In den Jahren 2004, 2005 und 2006 erreichte die SUB in Folge den ersten Rang in der Kategorie der zweischichtigen Bibliotheken beim Bibliotheksindex BIX, dem wichtigsten Leistungsvergleich unter Wissenschaftsbibliotheken.

Darüber hinaus engagierte sich Prof. Mittler in zahlreichen Gremien des nationalen und internationalen Bibliothekswesens und war unter anderem von 1998 bis 2002 Präsident der europäischen Vereinigung wissenschaftlicher Bibliotheken LIBER. Unter seiner Führung wurde 2001 die Deutsche Initiative Netzwerkinformation (DINI) gegründet, in der sich Bibliotheken, Fachgesellschaften, Medien- und Rechenzentren miteinander vernetzt haben. Prof Mittler erhielt im Jahr 2000 die Ehrendoktorwürde der Universität Sorbonne (Paris); er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Band (1987) und seit 2004 Träger des Verdienstordens 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Norbert Lossau, Jahrgang 1962, studierte Finnougristik und Skandinavistik in Bonn und Göttingen. Das Studium schloss er 1988 in Göttingen mit dem Magisterexamen ab, 1991 folgte die Promotion. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Göttinger Finnisch-ugrischen Seminar begann Dr. Lossau 1994 das Referendariat im höheren Bibliotheksdienst, das er an der SUB Göttingen und der Fachhochschule Köln absolvierte und 1996 mit dem Assessorexamen abschloss. Anschließend betreute er an der SUB die Vorbereitungsphase auf das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte nationale Programm "Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen", ehe er dort 1997 Aufbau und Leitung des Göttinger Digitalisierungszentrums übernahm und von 1998 an Fachreferent für die Sondersammelgebiete Ungarn, Finnland und Finnougristik war. Im Sommer 2001 wechselte Dr. Lossau an die Universität von Oxford in Großbritannien und gründete dort die Oxford Digital Library, bis er im August 2002 Direktor der Universitätsbibliothek Bielefeld wurde. Am 1. Oktober 2006 übernimmt Dr. Lossau die Leitung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.


Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen gehört zu den fünf größten Bibliotheken in Deutschland. Ihr Bestand umfasst rund 4,5 Millionen Bände, 265.000 Karten, 16.000 laufende Zeitschriften, 13.000 Handschriften, 3.100 Inkunabeln, 350 Nachlässe von Wissenschaftlern, 150 CD-ROM-Datenbanken und 1,3 Millionen Mikroformen. Pro Jahr hat die SUB mehr als drei Millionen Nutzer.

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