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Universität Erlangen-Nürnberg: Wie Erinnerungen in Familien weitergegeben werden

29.09.2006 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Am Institut für Soziologie der Universität Erlangen-Nürnberg startet im Oktober 2006 das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Projekt "Soziales Gedächtnis in differenzierten Gesellschaften". Dazu werden Interviewpartner und -partnerinnen gesucht, die bereit sind, ihre Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus zu erzählen. Interessenten wenden sich an das Institut für Soziologie, Gerd Sebald, Telefon: 09131/85-22088, Email: gerd.sebald@soziol.phil.uni-erlangen.de. Wir alle kommen mit der Vergangenheit auf zweierlei Weise in Berührung: durch die Erzählungen von nahen Verwandten und durch die Medien, wie Fernsehen, Bücher oder Gedenkstätten. In diesem Projekt soll im Laufe der nächsten zwei Jahre untersucht werden, wie sich die Erinnerungen im Spannungsfeld dieser beiden Bereiche entwickeln, wenn sie über Generationen hinweg weitergegeben werden.

Der Untersuchungszeitraum, auf den sich die Erinnerungen beziehen, konzentriert sich auf die Zeit des Nationalsozialismus. Diese Zeit hat noch immer in weiten Bereichen der Bevölkerung erinnerbare Spuren hinterlassen. Darüber hinaus wird es bald keine lebenden Zeitzeugen und damit keine lebendigen Erzählungen aus dieser historischen Epoche mehr geben. Gerade diese Übergangsphase der gesellschaftlichen Erinnerung ist für das Forschungsprojekt von besonderem Interesse.

Deshalb werden Interviewpartner und -partnerinnen gesucht, die sich vorstellen können, ihre Erinnerungen an diese Zeit zu erzählen. Von Interesse für das Forschungsprojekt sind auch überlieferte Erinnerungen, wenn in den Familien selbst keine Zeitzeugen mehr leben.

Weitere Informationen für die Medien:
Gerd Sebald
Institut für Soziologie
Tel. 09131/85 -22088
gerd.sebald@soziol.phil.uni-erlangen.de

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