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Universität Erlangen-Nürnberg: Effiziente Katalysatoren für Umwelt und Technik

29.09.2006 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Rund 140 Wissenschaftler treffen sich vom 4. bis zum 7. Oktober 2006 auf dem zweiten Symposium des Sonderforschungsbereichs 583 (SFB 583) in Erlangen, um sich über das Thema "Redoxaktive Metallkomplexe - Reaktivitätssteuerung durch molekulare Architekturen" auszutauschen. Der seit 2001 bestehende SFB beschäftigt sich mit der Frage, wie man einfache natürliche Stoffe, wie zum Beispiel Stickstoff, Sauerstoff, Wasser und Kohlendioxid mittels Metallkomplexen in Düngemittel, Kunststoffe und umweltfreundliche Energieträger umwandeln kann. Sprecher des SFB 583 ist Prof. Dr. Horst Kisch, Inhaber einer Professur für Anorganische Chemie der Universität Erlangen-Nürnberg. In 22 Vorträgen präsentieren Wissenschaftler aus China, Dänemark, Frankreich, Japan, der Schweiz, den USA und Deutschland ihre neuesten Forschungsergebnisse über molekularen Aufbau und Reaktivität von Metallkomplexen. Redoxaktive Metallkomplexe bilden das aktive Zentrum vieler Enzyme. Diese treiben als Biokatalysatoren den Stoffwechsel in der Zelle voran und spielen daher zur Aufrechterhaltung von Lebensvorgängen eine zentrale Rolle: Eine Pflanze wandelt zum Beispiel mit ihrer Hilfe unter Nutzung des Sonnenlichts Wasser und Kohlendioxid in Sauerstoff und Kohlenhydrate um (Photosynthese). Ohne diesen Prozess hätte weder Mensch noch Tier atembare Luft und Nahrungsmittel.

In der chemischen Industrie werden Metallkomplexe als Katalysatoren für eine energiesparende und umweltfreundliche Produktion von Grund- und Feinchemikalien, wie zum Beispiel Medikamenten, eingesetzt. Auch als Photokatalysatoren für die Nutzung von Sonnenenergie spielen neuartige redoxaktive Metallkomplexe zunehmend eine wichtige Rolle. Die Wissenschaftler des SFB 583 haben sich zum Ziel gesetzt, die Details des Reaktionsablaufs derartiger Prozesse in Natur und Technik zu entschlüsseln. Aus diesem Wissen wollen sie effizientere Katalysatoren entwickeln.

Der Sonderforschungsbereich besteht aus 14 Arbeitsgruppen und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit 2001 mit rund 7 Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen zu dem Symposium unter:
http://www.chemie.uni-erlangen.de/sfb583/symposium.php

Weitere
Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Horst Kisch
Professur für Anorganische Chemie
Tel.: 09131/85-27363
horst.kisch@chemie.uni-erlangen.de

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