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Die Universität bleibt öffentlich

04.10.2006 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

"Privatisierung" steht nicht zur Debatte / Konsequente Rückkehr zur Stiftertradition FRANKFURT. Die am Wochenende aufgekommenen Spekulationen um eine Privatisierung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt entbehren jeglicher Grundlage. Zutreffend sei, das die Universität konsequent an ihre Stiftertradition anknüpfen wolle; sie war 1914 als Stiftung Frankfurter Bürger gegründet worden. Damit stellte Präsident Prof. Rudolf Steinberg missverständliche Äußerungen richtig. Derzeit würden Überlegungen in der Universität angestellt, ob und in wie weit sich dies realisieren lässt.

Präsident Steinberg hatte in seiner Begrüßung anlässlich des 1. Alumnitags der Universität am vergangenen Samstag angedeutet, dass die Universität darüber nachdenke, zu ihren Wurzeln als Stifter- und Bürger-Universität zurückzukehren. Bereits anlässlich seiner Wiederwahl im Februar hatte er deutlich gemacht, dass die Universität ein "Darmstadt plus"-Modell anstrebt. Die TU hat im Rahmen eines eigenen Gesetzes weitreichende Autonomie erlangt. Sie kann eigenständig über ihren Etat verfügen und autonom Kooperationen mit anderen akademischen Einrichtungen und Unternehmen eingehen.

Mehr Autonomie, als es in einer traditionellen Landesuniversität möglich ist, ist auch eines der Ziele, die die Universität im Rahmen dieser Überlegungen anstrebt. Weitere Zielsetzungen sind mehr Freiheitsgrade, um eigenständiger als bisher entscheiden zu können, und eine stärkere institutionelle Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern als Förderern der Universität, denn es geht hierbei auch darum, zusätzliche private Mittel für die Universität einzuwerben.

Die Mittel sollen dazu eingesetzt werden, weitere Spielräume in Forschung und Lehre zusätzlich zu den unverändert erforderlichen staatlichen Mitteln zu schaffen, um die Exzellenzbildung konsequent voranzutreiben.

Präsident Prof. Rudolf Steinberg: "Die staatliche Mitverantwortung steht nicht zur Disposition und ist auch in Zukunft unverzichtbar."

Kontakt: Prof. Rudolf Steinberg, Präsident der Universität Frankfurt; Tel: 069 / 798 22232; E-Mail: praesident@uni-frankfurt.de

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