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DFG-Förderranking zeigt erfolgreichen Weg der JLU

04.10.2006 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Entwicklungsplanung mit Schwerpunkten in den Lebens- und den Kulturwissenschaften spiegelt sich in der Förderung wider - Justus-Liebig-Universität Gießen auf Rang 26 Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat heute ihr Förderranking deutscher Hochschulen 2006 vorgestellt. Das Präsidium der Justus-Liebig-Universität Gießen ist mit der im vierten Förderranking ablesbaren Entwicklung sehr zufrieden.

Das aktuelle Ranking berücksichtigt in erster Linie die Förderentscheidungen der DFG der vergangenen drei Jahre seit dem letzten Ranking, schließt aber auch ausgewählte Daten des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD), der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Europäischen Union (EU) ein. Es zeigt die Unterschiede zwischen den mehr als 85 durch die DFG geförderten Universitäten, erlaubt aber für die 40 Universitäten mit den größten Fördersummen dank detaillierterer Zahlen auch gezielte Auswertungen im Hinblick auf einzelne Forschungsbereiche und Fächer.

Die Justus-Liebig-Universität findet sich insgesamt auf Platz 26. Sie liegt damit unter den hessischen Universitäten hinter der deutlich größeren Goethe-Universität Frankfurt (Platz 20) und direkt hinter der Technischen Universität Darmstadt (25). In der Betrachtung, die die Fördersummen nach der Zahl der Professuren gewichtet, liegen die beiden "klassischen" Universitäten Frankfurt und Gießen sogar gleichauf.

Die Entwicklungsplanung der Justus-Liebig-Universität, die die Schwerpunkte in den Lebens- und den Kulturwissenschaften setzt, spiegelt sich auch in der Förderung durch die DFG wider. Sowohl in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Rang 16) als auch in den Lebenswissenschaften (Rang 14) ist die JLU in der zweiten Gruppe der Ränge 10 bis 20. Hessenweit liegt sie im ersten Fall gleich hinter Frankfurt und im zweiten Fall sogar an der Spitze.

In den Geistes- und Sozialwissenschaften zeichnet sich die JLU vor allem durch die hohe Zahl an Teilnahmen in kooperativen Forschungsprogrammen der DFG - zum Beispiel Forschergruppen oder Graduiertenkollegs - aus und gehört hier in die Spitzengruppe deutscher Universitäten. Die Psychologie der JLU wird an dieser Stelle aufgrund ihrer erheblichen Anteile an den DFG-Bewilligungen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft besonders hervorgehoben.

Auch in den Sozial- und Verhaltenswissenschaften (Rang 16) ist es die Teilnahme an kooperativen Forschungsprogrammen, die die JLU auszeichnen. In diesem Bereich gibt es viele ausländische Gastwissenschaftler, insbesondere gefördert durch die Alexander v. Humboldt-Stiftung, die sich Gießen als Gastuniversität in Deutschland auswählen. Im Bereich Tiermedizin, Agrar- und Forstwissenschaften führt die Universität Gießen das DFG-Ranking an, was auch ein Ausdruck der besonderen Schwerpunktbildung der JLU ist. An der finanziellen Förderung von Großprojekten hat die JLU ebenfalls einen beachtlichen Anteil, wie ihr 17. Platz in der entsprechenden Rangliste zeigt.

Die zusammenfassenden Aussagen des Förderrankings geben zusätzliche Hinweise. Die JLU stellt ihrem Rang angemessen viele DFG-Fachkollegiaten und Fachgutachter, sie zeichnet sich durch eine hohe Zahl von Gastwissenschaftlern aus, die durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert werden, ebenso wie durch eine angemessene Zahl von Humboldt-Stipendiaten. Auch in der Förderung im Rahmen des 6. EU-Rahmenprogramms bewegt sich die JLU in der Gruppe 20-30.

Im letzten Ranking im Jahr 2003 hatte die JLU einen großen Sprung von Platz 32 auf Platz 26 vornehmen können. Dieser Platz konnte nun, trotz teilweise schwieriger Bedingungen in diesen Jahren, gehalten werden. Deutlich stärker ist die JLU bei den Vernetzungen vor allem im Bereich der Lebenswissenschaften geworden, der in Gießen in der Breite vertreten ist und von den Biowissenschaften über die Medizin bis hin zu den Agrar- und Ernährungswissenschaften reicht.


Der Präsident der Justus-Liebig-Universität, Prof. Dr. Stefan Hormuth, ist über diese Entwicklungen sehr erfreut: "Dies beweist die Leistungsfähigkeit der Universität und ihrer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Es bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind."
Weitere Informationen: http://www.dfg.de/
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