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Studentenwerke: Wirtschaftlich, modern, gemeinnützig!

05.10.2006 - (idw) Deutsches Studentenwerk

(Berlin, 5. Oktober 2005) Die 61 Studentenwerke in Deutschland betreuen rund zwei Millionen Studierende an über 300 Hochschulen in 190 Hochschulstädten; sie betreiben 708 Mensen und Cafeterien mit 200.000 Plätzen, bieten rund 180.000 Wohnplätze für Studierende und vergaben im Jahr 2005 über 1,5 Milliarden Euro BAföG-Förderung im Auftrag von Bund und Ländern. Diese Zahlen legt das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Dachverband der Studentenwerke, in einer neuen Statistik vor. Der Verband macht auch auf die weiteren Arbeitsgebiete der Studentenwerke aufmerksam: In ihren Beratungsstellen für Psychologische und Sozialberatung zählte man 2005 fast 130.000 Beratungskontakte; weit über die Hälfte der Studentenwerke bietet zudem besondere Beratungsstellen für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit. Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Kinderbetreuungseinrichtungen: Die Zahl der Plätze konnte gegenüber 2004 um 10% auf rund 5.700 gesteigert werden. Neben der wirtschaftlichen und sozialen Förderung stellen auch immer mehr Studentenwerke Angebote für die kulturelle Förderung der Studierenden bereit.

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat betont: "Die Studentenwerke sind gemeinnützig und haben einen gesetzlichen sozialen Auftrag, gleichzeitig sind sie moderne, wirtschaftlich arbeitende Dienstleistungsunternehmen. Bei den Studentenwerken geht die soziale Verantwortung für die Studierenden Hand in Hand mit wirtschaftlicher Professionalität."

Bundesweit beschäftigen die Studentenwerke 15.297 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die gesamten Einnahmen beliefen sich im Wirtschaftsjahr 2005 auf 1,174 Milliarden Euro, 41 Millionen oder 4% mehr als im Jahr 2004. Rund zwei Drittel dieser Einnahmen (764 Mio. Euro bzw. 65%) erwirtschaften die Studentenwerke selbst, vor allem über Miteinnahmen in ihren Wohnanlagen und Umsatzerlöse in ihren Mensen und Cafeterien. Rund 13% der Einnahmen (156 Mio. Euro) machen die Semesterbeiträge der Studierenden aus; sie liegen im Bundesdurchschnitt aktuell bei rund 46 Euro im Semester. Die Zuschüsse der Bundesländer an die Studentenwerke sind seit Jahren rückläufig; 2005 betrugen sie insgesamt 151 Millionen Euro bzw. 13% der Einnahmen. Die vierte größere Einnahmenquelle für die Studentenwerke ist die so genannte Aufwandserstattung für das BAföG. Sie betrug 2005 74 Millionen Euro (6% der Einnahmen).

Weitere Zahlen und Fakten:
- 181,60 Euro im Monat beträgt die durchschnittliche Warmmiete einschließlich aller Nebenkosten in einer Wohnanlage der Studentenwerke
- 42 Studentenwerke haben in ihren Wohnanlagen Tutorenprogramme zur Betreuung ausländischer Studierender
- Studierenden in finanziellen Krisen bieten 53 der 61 Studentenwerke Hilfe über besondere Darlehenskassen bzw. Härtefonds
- 42 Studentenwerke bündeln ihre Dienstleistungen in zentralen "Info-Points"
- 29 Studentenwerke bieten den Studierenden Rechtsberatung an
Dazu kommen: Freitische, studentische Arbeitsvermittlung, Semesterticket, Deutsch-Französischer Sozialausweis, Reisedienste, Versicherungen, Fitness- und Sportangebote, Internetpools, PC-Verleih, Gästehäuser, Umzugswagenverleih und vieles mehr.

Die neue Broschüre "Studentenwerke im Zahlenspiegel 2005/2006" (106 Seiten!) zum Download: http://www.studentenwerke.de/pdf/ZSP.pdf

Kontakt: Stefan Grob, Tel.: 030/29 77 27-20, E-Mail: stefan.grob@studentenwerke.de
Weitere Informationen: http://www.studentenwerke.de
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