Kleine Moleküle kommen groß raus - Wissenschaftliches Glanzlicht des Jahres 200231.01.2003 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Max-Planck-Forscher erhalten für die Entdeckung, dass kleine RNA-Moleküle gezielt die Aktivität von Genen regulieren, den internationalen "Newcomb Cleveland-Preis"
Für die Entdeckung der kleinen RNA-Moleküle, das "biologische Äquivalent der schwarzen Materie, allgegenwärtig, doch schwer zu greifen", haben die Autoren von drei in der Zeitschrift Science veröffentlichten Artikeln - darunter der Leiter der Forschungsgruppe "Kombinatorische Biochemie", Dr. Thomas Tuschl, und seine Mitarbeiter vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen - den "Newcomb Cleveland-Preis 2001/2002" erhalten. Mit dem nach seinem Stifter Newcomb Cleveland aus New York City benannten Preis, würdigt die American Association for the Advancement of Science (AAAS) seit 1923 wegweisende Artikel und Berichte in der internationalen Fachzeitschrift Science. Die Forscher förderten eine bisher unbekannte Steuerungsebene der Gene zu Tage, die nach Meinung vieler Wissenschaftler nicht nur an zahlreichen Krankheitsprozessen wie Krebs beteiligt ist, sondern möglicherweise auch erklären kann, wie aus einer nahezu gleichen Anzahl von Genen so unterschiedliche Organismen wie beispielsweise der Mensch oder die Maus hervorgehen können.
| uniprotokolle > Nachrichten > Kleine Moleküle kommen groß raus - Wissenschaftliches Glanzlicht des Jahres 2002 | |
|