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DGIM diskutiert Folgen beschränkter Therapiefreiheit für Ärzte und Patienten

09.10.2006 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin diskutiert Folgen beschränkter Therapiefreiheit für Ärzte und Patienten

Wiesbaden - Mit dem Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) will der Gesetzgeber Kosten senken. Wenn Ärzte künftig Medikamente verschreiben, müssen sie sich an "Durchschnittskosten pro Tagesdosis" orientieren. Wie sich diese eingeschränkte Therapiefreiheit auf den Patienten auswirkt, diskutieren Vertreter von Ärzten, Krankenkassen, Recht, Patienten und Industrie im Rahmen des diesjährigen Herbstsymposiums der Korporativen Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). "Der sanktionierte Arzt - zum (Un)Wohl des Patienten?" ist der Titel der Veranstaltung am 10. Oktober 2006 in Wiesbaden. Das AVWG enthält unter anderem eine "Bonus-Malus-Regelung". Die Malus-Regelung kann theoretisch im Januar 2007 für sieben Arzneigruppen starten: Überschreitet der Arzt in der Therapie eine finanzielle Grenze, muss er entstehende Kosten selbst tragen. Problematisch scheint vor allem aber auch der Bonus, den der Arzt erhält, wenn er kostengünstig verordnet. Denn dieser birgt die Gefahr, das Vertrauen in der Beziehung zwischen Arzt und Patient erheblich zu erschüttern. Die Vorgaben schränken zudem die Therapiefreiheit des Arztes ein. Diese Tatsache heißen auch die Patienten nicht gut: In einer Umfrage lehnte der Großteil der Befragten ab, dass die Verordnung von Medikamenten für den Arzt finanzielle Folgen hat.

Deutschland ist bei neuen, in den letzten fünf Jahren eingeführten Arzneimitteln heute schon Schlusslicht in der EU. Diese Zurückhaltung bei Innovationen könnte sich künftig noch verstärken.

Die Ergebnisse des Symposiums stellen die Experten morgen im Rahmen einer Pressekonferenz vor:

TERMINHINWEIS:

Pressekonferenz
anlässlich des Herbstsymposiums der Korporativen Mitglieder der
Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM):
Der sanktionierte Arzt - Zum (Un-)Wohl des Patienten?
Dienstag, 10. Oktober 2006, 12.15 bis 13.15 Uhr
Hotel Nassauer Hof, Kaiser-Friedrich-Platz 3-4, 65183 Wiesbaden, Raum Klee

Vorläufige Themen und Referenten

Der Arzt zwischen Heilkunde und Regelwerken
Professor Dr. med. Wolfgang Hiddemann, München

Der sanktionierte Arzt - Zum (Un-)Wohl des Patienten?
Professor Dr. med. Ulrich Robert Fölsch, Kiel

Der sanktionierte Arzt - Position der Korporativen Mitglieder
Dr. med. Ottfried Zierenberg, Haar

Was bedeutet das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) für die Versorgung der Patienten?
Rechtanwalt Claus Burgardt, Bonn

Wie bestimmt der Gemeinsame Bundesausschuss Wirtschaftlichkeit und Qualität in der Medizin?
Dr. Leonhard Hansen, Düsseldorf

Wie wirkt sich das AVWG auf den Patienten in der täglichen Praxis aus?
Dr. med. Marion B. Braun, Schlüchtern

Steht die Unter-Versorgung des Patienten bevor?
Marliese Köster, Ludwigshafen

Akkreditierung:

O Ich werde die Pressekonferenz persönlich besuchen.

O Ich möchte ein Interview führen mit dem Referenten:

O Bitte schicken Sie mir die Presseunterlagen.

O Bitte informieren Sie mich kontinuierlich über aktuelle Themen der DGIM


O per Post

O per E-Mail

meine Adresse trage ich unten ein.

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Kontakt für Rückfragen:
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711/89 31-115
Telefax: 0711/89 31-566
info@medizinkommunikation.org
Weitere Informationen: http://www.dgim.de Homepage DGIM
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