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Promotionen an Fachhochschulen?

16.10.2006 - (idw) Fachhochschule Osnabrück

Zentrales Thema einer Tagung an der FH Osnabrück war die Frage nach der zukünftigen Rolle der Fachhochschulen im Rahmen der 3. Stufe des Bolognaprozesses: der Promotionsphase. Die Zahl erfolgreich abgeschlossenen Promotionsverfahren von FH-Absolventinnen und FH-Absolventen beläuft sich auf jährlich rund 250. Da die Forschung in den Fachhochschulen einen immer größeren Stellenwert erhält, stellt sich die Frage, inwieweit sich die Fachhochschulen auch institutionell stärker in die Doktorandenausbildung beteiligen sollten.

Der Geschäftsführer des von der Bertelsmann Stiftung getragenen Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) und frühere Rektor der Universität Dortmund, Prof. Dr. Detlef Müller-Böling lehnte in seiner Grundsatzrede im Rahmen der Konferenz am 10. Oktober in der FH Osnabrück ein generelles Promotionsrecht für Fachhochschulen zwar grundsätzlich ab, unterstrich jedoch, dass er sich durchaus für Exzellenzbereiche forschungstarker Fachhochschulen vorstellen könne. Umgekehrt fragte er ob es wirklich sinnvoll sei, allen Universitäten das Promotionsrecht uneingeschränkt zuzugestehen, obwohl allgemein bekannt sei, dass nicht überall auf dem erforderlichen Niveau geforscht werde.

Über diese Thesen des CHE-Chefs entwickelte sich eine vielschichtige und auch kontroverse Diskussion. Weitgehende Einigkeit bestand letztlich jedoch darin, dass die Rolle der Fachhochschulen bei Promotionsverfahren in jedem Fall gestärkt werden müsse.

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