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Methanfresser in der arktischen Tiefsee entdeckt19.10.2006 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Deutsch-französisches Forscherteam weisen neue Methan zehrende Mikroorganismen am Tiefseeschlammvulkan Haakon Mosby nach
Statt Lava fließen Schlamm und Methan aus dem Tiefsee-Schlammvulkan Haakon-Mosby. Das Treibhausgas Methan wirkt rund 25 Mal stärker als Kohlendioxid, wenn es in die Atmosphäre gelangt. Zum Glück gibt es Mikroorganismen, die von Methan leben und so den Ausstoß des Klimagases reduzieren. Erstmals hat jetzt ein deutsch-französisches Forscherteam nachgewiesen, dass solche Methanzehrer auch in der eiskalten arktischen Tiefsee vorkommen. Die Wissenschaftler entdeckten eine neue Gruppe Methan fressender Archaea und Bakterien und beschreiben in der Zeitschrift Nature, welche Umweltfaktoren die Aktivität dieser Mikroorganismen kontrollieren - mit verblüffendem Ergebnis: Zu schnelle Strömungen aus dem Meeresboden verringern die Wirksamkeit des natürlichen Gasfilters um bis zu 60 Prozent (Nature, 19. Oktober 2006).
Weitere Informationen:
http://goto.mpg.de/mpg/pri/200610174
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