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Annette Schavan: "Eine hervorragende Public-Private-Partnership"

20.10.2006 - (idw) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Fraunhofer-Zentrum für Nanoelektronische Technologien erfolgreich gestartet

Wenn Staat und Wirtschaft eng zusammenarbeiten, können sich daraus ganz neue Strukturen in der Forschungslandschaft ergeben. Ein Beispiel für eine wegweisende Public-Private-Partnership ist das Fraunhofer-Center für Nanoelektronische Technologien (CNT) in Dresden. Das von den Chipherstellern Advanced Micro Devices (AMD) und Infineon Technologies AG sowie der Fraunhofer-Gesellschaft getragene Zentrum hat nach dem Abschluss einer einjährigen Aufbau- und Ausrüstungsphase seine Forschungsarbeit aufgenommen. Öffentlich geförderte Wissenschaftler arbeiten hier Hand in Hand mit Kollegen aus der Halbleiterindustrie, um innovative Prozesse sowie neuartige Analyse- und Messverfahren in die industrielle Fertigung nanoelektronischer Bauelemente zu übertragen.

"Das CNT ist ein hervorragendes Beispiel für das große Potenzial einer engen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag in Berlin im Vorfeld der am kommenden Dienstag in Dresden anstehenden Feier zum zehnjährigen Engagement von AMD in Dresden. Ein Potenzial, das sich nach den Worten der Ministerin hervorragend strategisch nutzen lässt: "Die CNT-Projekte werden einen deutlichen Beitrag zur Hightech-Strategie der Bundesregierung liefern." Ziel der Hightech-Strategie ist, dass Deutschland weltweit einen Spitzenplatz in den Zukunftsmärkten erreichen soll. Elementarer Bestandteil der Strategie ist der systematische Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

"Informations- und Kommunikationstechnologie ist ein Innovationsmotor ersten Ranges", bekräftigte Schavan. "Wir wollen daher die führende Rolle des Chipclusters Dresden in Europa weiter ausbauen." Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die drei ersten Großprojekte am CNT in den nächsten Jahren mit insgesamt 34,5 Millionen Euro. Beteiligt sind außer den Großunternehmen AMD, Infineon und Qimonda auch mehrere kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungsinstitute der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Technischen Universität und der Fachhochschule Dresden. Ziel der Projekte sind Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Höchstleistungsspeicherchips, Mikroprozessoren und Hochgeschwindigkeitstransistoren.
Weitere Informationen: http://www.bmbf.de/press/1900.php
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