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PM 17/2006: Leibniz-Gemeinschaft erhält 774 Millionen

23.10.2006 - (idw) Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung

Berlin, 23. Oktober 2006
PM 17/2006

Leibniz-Gemeinschaft erhält 774 Millionen

Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung hat heute beschlossen, dass die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft 2007 Zuwendungen im Umfang von 774 Mio. Euro erhalten sollen. Das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um knapp 18 Mio. Euro (2,3 %). Davon sollen rund 10 Mio. Euro in die Deckung des Grundfinanzierungsbedarfs der einzelnen Einrichtungen fließen. Mit knapp 8 Mio. Euro sollen in wettbewerblichen Verfahren zusätzliche Maßnahmen finanziert werden, mit denen die im Pakt für Forschung und Innovation vereinbarten Ziele unterstützt werden sollen.

Der Haushaltszuwachs erscheint angesichts des Paktes für Forschung und Innovation, mit dem Bund und Länder anstreben, ihre Zuwendungen um mindestens 3 % zu steigern, auf den ersten Blick wenig. Dieses liegt jedoch an einer Reihe einzelner Sondertatbestände bei einzelnen Einrichtungen, etwa der Beendigung großer Bauvorhaben oder auch dem im letzten Jahr beschlossenen Ausscheiden des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs aus der gemeinsamen Förderung. Ein politisch gewolltes Abweichen von den Paktzielen ist weder beim Bund noch bei den Ländern erkennbar. Im Gegenteil: Fast alle Einrichtungen erhalten einen Zuwachs, eine Vielzahl sogar deutlich über 3 %. Eine nicht nach dem Gießkannenprinzip mit 3 % für jedes der Leibniz-Institute gewährte, sondern eine bedarfs- und leistungsgerecht ermittelte Zuwachsrate führt zwangsläufig zu temporären Abweichungen vom Paktziel nach oben oder nach unten. Bei der Vielzahl der Finanzierungsbeteiligten und Institute ist dies anders nicht realisierbar.

Die Leibniz-Institute decken ein breites fachliches Spektrum ab: von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu Geisteswissenschaften und Museen mit angeschlossenen Forschungsabteilungen. Sie sind von überregionaler Bedeutung, betreiben Vorhaben im gesamtstaatlichen wissenschaftspolitischen Interesse und werden deshalb von Bund und Ländern gemeinsam gefördert.

Zum zweiten Mal erhalten die Leibniz-Einrichtungen auch über die Grundförderung hinaus Zuwendungen, die in einem Wettbewerb ermittelt wurden. Grundlage für das Wettbewerbsverfahren ist der im vergangenen Jahr von den Regierungschefs des Bundes und der Länder beschlossene Pakt für Forschung und Innovation. Die Auswahl von Vorhaben in diesem Wettbewerb, an dem sich alle Leibniz-Einrichtungen beteiligen können, ist wissenschaftsgeleitet und wird von der Leibniz-Gemeinschaft durchgeführt, deren Senat hierfür einen mit unabhängigen Expertinnen und Experten besetzten Ausschuss etabliert hat. Mit dem Wettbewerb werden einerseits die wissenschaftspolitischen Maßnahmen, zu denen die Leibniz-Gemeinschaft sich im Pakt für Forschung und Innovation verpflichtet hat, finanziell unterstützt, andererseits eröffnet das Verfahren die Möglichkeit, herausragende Leistungen bei Evaluationen zu honorieren.

Leibniz-Einrichtungen können auch weiterhin in ihrer Hauptarbeitsrichtung Anträge im Normalverfahren der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) stellen. Zum Ausgleich stellen sie der DFG 2,5 % ihrer Zuwendungen zur Verfügung. Jährlich wird so das Fördervolumen der DFG um rund 12 Mio. Euro aufgestockt. Im Normalverfahren und durch ihre Beteiligung an Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs bewilligt die DFG den Leibniz-Einrichtungen etwa das Doppelte.
Weitere Informationen: http://www.blk-bonn.de
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