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Internationales Training als Vorbereitung auf Berufungsverfahren - Start des EU-Projekts "Encouragement to Advance

25.10.2006 - (idw) GESIS - Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen

Am 1. Oktober startete am Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung, CEWS, Abteilung des Informationszentrums Sozialwissenschaften (IZ) in Bonn, das Projekt "Encouragement to Advance - Training Seminars for Women Scientists". Es ist das dritte EU-Projekt des CEWS und eines von vier EU-Projekten des IZ. Das Projekt soll hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen befähigen, sich auf eine Professur in Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Tschechien zu bewerben. "Encouragement to Advance" fördert supranationale Karrierewege von Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur. Die Projektkoordination erfolgt durch das CEWS, das damit seine nationalen und europäischen Vernetzungsaktivitäten verstärkt. Das Projekt ist eine Specific Support Action des 6. Europäischen Forschungsrahmenprogramms und richtet sich an Wissenschaftlerinnen aus allen 25 EU-Staaten, die noch keine Professur (ausgenommen W1) innehaben. Die Gesamtfördersumme der Europäischen Kommission für die Durchführung dieses Projekts beträgt für die Laufzeit von insgesamt 22 Monaten rund 430.000,- Euro.

Von April 2007 bis Januar 2008 werden 16 Seminare mit einer Gruppengröße von maximal 14 Teilnehmerinnen in Brüssel stattfinden. "Die kleine Gruppengröße sichert den intensiven Trainingscharakter und den persönlichen Rahmen der Veranstaltungen", betont Jutta Dalhoff, Abteilungleiterin des CEWS. Ein internationales Berufungstraining bereitet Wissenschaftlerinnen aller Fachbereiche auf die effektive Präsentation ihres Berufungsvortrags, auf die Verhandlungsführung mit einer Berufungskommission und nationale Besonderheiten bei Berufungen in den oben genannten Ländern vor. "Neben der optimalen Gestaltung der Bewerbungsunterlagen und dem Training der öffentlichen und nicht-öffentlichen Teile der Berufungsverfahren reflektieren die Teilnehmerinnen während des viertägigen Seminars auch ihren eigenen Berufsweg und planen bevorstehende Karriereschritte und Karriereziele", so Dalhoff. "Zudem können sie sich mit ihren Fähigkeiten in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft ihres Faches positionieren." Im Laufe des Projektes soll darüber hinaus ein Netzwerk aller Teilnehmerinnen aufgebaut werden, das eine Grundlage für künftige Kooperationen bilden kann.

Am letzten Seminartag beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen intensiv mit der europäischen Dimension von Forschung und Wissenschaft. Expertinnen und Experten geben Einblick in die Europäische Wissenschaftspolitik, zeigen Handlungsoptionen im 7. Europäischen Forschungsrahmenprogramm (Laufzeit 2007 bis 2013) auf und stellen die Europäische Plattform für Wissenschaftlerinnen, EPWS, vor. Das CEWS arbeitet bei den Seminaren mit Trainerinnen, Referentinnen und Expertinnen aus den sechs Zielländern zusammen. Neben einer höheren Beteiligung von Frauen in Entscheidungspositionen in Wissenschaft und Forschung möchte das Projekt eine stärkere Mobilität von Forscherinnen innerhalb des Europäischen Forschungsraumes sowie einen erleichterten Zugang zu internationalen Netzwerken für Wissenschaftlerinnen erreichen. "Encouragement to Advance" kann Synergien nutzen, die sich aus der einer engen Zusammenarbeit mit EPWS ergeben.

Das Projekt "Encouragement to Advance - Training Seminars for Women Scientists" baut auf den positiven Erfahrungen des bundesweiten Projekts "Anstoß zum Aufstieg" auf. In diesem Programm wurden mehr als 700 Wissenschaftlerinnen professionell auf Bewerbungsverfahren vorbereitet. Die aktuelle Veröffentlichung "Anstoß zum Aufstieg. Karrieretrainings von Wissenschaftlerinnen auf dem Prüfstand" von Jutta Dalhoff dokumentiert unter anderem die umfassenden Evaluationsergebnisse der Befragung der Teilnehmerinnen dieses Projekts.

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Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung ist seit Beginn dieses Jahres Abteilung des Informationszentrums Sozialwissenschaften (IZ) in Bonn. Gegründet wurde das CEWS im Jahr 2000. Es steht als wissens- und forschungsbasierte Dienstleistungseinrichtung Wissenschaftlerinnen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Gremien mit seinen Leistungen zur Verfügung. Das Kompetenzzentrum bietet zielgruppenadäquate Informations- und Beratungsleistungen zu Fragen der Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung.
Das IZ dokumentiert und vermittelt Informationen zum Stand der Forschung und zur Literatur im Bereich der Sozialwissenschaften in den deutschsprachigen Ländern sowie zu sozialwissenschaftlichen Forschungsaktivitäten in Osteuropa. Für eine effiziente Beschaffung, Aufbereitung und Nutzung der Informationen führt das IZ Entwicklungsarbeiten auf informationswissenschaftlichen und informationstechnologischen Gebieten durch. Es ist neben dem Zentralarchiv für Empirische Sozialforschung der Universität zu Köln (ZA) und dem Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim Mitglied der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e.V. (GESIS), einer Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft.

Ansprechpartnerinnen:

Informationszentrum Sozialwissenschaften

Anke Lipinsky

Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung
Center of Excellence Women and Science (CEWS)
Poppelsdorfer Allee 15
53115 Bonn
Tel: +49 (0) 228 - 961183 28
Fax: +49 (0) 228 - 961183 40
anke.lipinsky@cews.org

Sabine Trenkler
Abteilung Produkte & Marketing
Lennéstraße 30
53113 Bonn
Tel: +49 (0) 228 - 2281 141
Fax: +49 (0) 228 - 2281 4141
trenkler@iz-soz.de

http://www.gesis.org/IZ
http://www.cews.org

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