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Deutsches Studentenwerk: "Exzellenz auch für die Lehre und die sozialen Rahmenbedingungen!"06.11.2006 - (idw) Deutsches Studentenwerk
(Göttingen/Berlin, den 6. Novemer 2006) Der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), Prof. Dr. Rolf Dobischat, fordert Bund und Länder zu verstärkten Investitionen in die Hochschullehre und die sozialen Rahmenbedingungen des Studiums auf. Auf einer Festveranstaltung zum 85jährigen Bestehen des Studentenwerks Göttingen sagte Dobischat am Samstag: "Damit die vielen jungen Menschen, die in den nächsten Jahren ihr Abitur machen, auch wirklich studieren können, brauchen wir eine neue Exzellenz der Hochschullehre, und wir brauchen exzellente soziale Rahmenbedingungen. Spitzenforschung ist wichtig, aber jetzt ist eine zweite Exzellenzinitiative notwendig, damit Studieren auch in Zukunft gelingt." Den Studentenwerken kommt nach Dobischats Auffassung "eine Schlüsselrolle" zu, damit das deutsche Hochschulsystem die stark steigende Zahl von Studierenden aufnehmen und "in kürzerer Zeit und erfolgreicher als bisher" ausbilden könne. Dobischat wörtlich: "Wir brauchen starke Studentenwerke, damit die tief greifenden Hochschulreformen gelingen und das deutsche Hochschulsystem sozial durchlässiger wird."
Dobischt warnte in seiner Festansprache in Göttingen eindringlich davor, die in den nächsten Jahren stark steigende Zahl von Studierenden als "Studentenberg" zu apostrophieren, den es "irgendwie abzutragen oder zu untertunneln" gelte.
Mit Blick auf die seiner Meinung nach unzureichenden Mittel des geplanten Hochschulpakts von Bund und Ländern sagte er: "Wollen wir wirklich, dass die vielen jungen, klugen, innovativen Menschen, die einfach studieren wollen, vor verschlossenen Türen stehen, weil sich die dramatisch unterfinanzierten Hochschulen nicht anders als mit flächendeckenden numeri clausi zu helfen wissen?"
Hintergrund: 85 Jahre Studentenwerk Göttingen
DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat nannte das Studentenwerk Göttingen am Samstag "eines der besten und gleichzeitig ältesten." Am 28. Dezember 1921 wurde in Göttingen der Verein "Studentenhaus Göttingen" gegründet, aus welcher Selbsthilfe von Studierenden und Professoren sich das spätere Studentenwerk entwickelte. 1921 ist auch das Geburtsjahr des Deutschen Studentenwerks als Dachverband, der damals noch "Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft" hieß. Heute bereitet das Studentenwerk Göttingen als Stiftung des öffentlichen Rechts für Studierende und Hochschulangehörige täglich 14.000 Essen zu; es bietet fast 5.000 Plätze in 50 Wohnanlagen, einen Sozialdienst, eine Psychosoziale Beratungsstelle, ein Kulturbüro, den Kino-Club, eine Lesehalle und vier Kinderbetreuungseinrichtungen.
Weitere Informationen:
www.studentenwerk-goettingen.de
Kontakt: Stefan Grob, Tel. 030/29 77 27 20, E-Mail: stefan.grob@studentenwerke.de
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