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Technikreflexion im Rampenlicht

06.11.2006 - (idw) Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft

Gemeinsame Presseinformation des Forschungszentrums Karlsruhe und des Badischen Staatstheaters Karlsruhe

Abschluss des internationalen Essay-Wettbewerbs des Forschungszentrums Karlsruhe am 17. November im Badischen Staatstheater Karlsruhe Im April dieses Jahres hat das Forschungszentrum Karlsruhe jungen Wissenschaftlern aller Fachrichtungen eine Preisfrage gestellt: "Ist Technik die Zukunft der menschlichen Natur?" (www.fzk.de/essaywettbewerb). Die Resonanz war bemerkenswert: 153 Einsender aus neun Ländern sandten gehaltvolle Texte ein. Der Wettbewerb geht nun zu Ende mit einer öffentlichen Veranstaltung in Kooperation mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe. Am Freitag, den 17. November 2006 erwartet die Zuschauer im Badischen Staatstheater (Schauspielhaus, Baumeisterstraße 11) zwischen 14 und 17 Uhr ein unkonventionelles kleines Symposium mit Einzelbeiträgen und einem Podiumsgespräch im Umkreis der Wettbewerbsfrage. Hinzu kommen szenisch-theatralische Einlagen und die Ehrung der drei Wettbewerbsgewinner: Den ersten Preis in Höhe von 5000 Euro erhält der Berliner Erik Strub. Der mit 2500 Euro dotierte zweite Preis geht an Meike Adam (Köln), der mit 1500 Euro dotierte dritte Preis an Alexander Kochinka (Hannover).

Der unter Schirmherrschaft von Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan stehende Essay-Wettbewerb des Forschungszentrums Karlsruhe geht am 17. November mit einer dreistündigen öffentlichen Veranstaltung im Badischen Staatstheater Karlsruhe zu Ende. Schwerpunkt des unkonventionellen kleinen Symposiums - zu dem der Eintritt frei ist - ist ein Podiumsgespräch zum Wettbewerbsthema "Ist Technik die Zukunft der menschlichen Natur?". Es diskutieren die Preisträger des Wettbewerbs, Erik Strub (Berlin), Meike Adam (Köln) und Alexander Kochinka (Hannover), sowie Professor Dr. Armin Grunwald (Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Forschungszentrum Karlsruhe), PD Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha (Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale, Universität Karlsruhe (TH)) und Professor Dr. Lore Hühn (Lehrstuhl für Philosophie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg), die in der fünfköpfigen Wettbewerbs-Jury mitgewirkt haben. Moderator ist Manuel J. Hartung von der Wochenzeitung "Die Zeit", ebenfalls Mitglied der Jury. Die Wettbewerbspreise werden überreicht vom Vorstandsvorsitzenden des Forschungszentrums Karlsruhe, Professor Dr. Reinhard Maschuw. Theatralisch abgerundet wird das Programm mit Szenen aus "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" von Edward Albee und einem Monolog aus dem "Sportstück" von Elfriede Jelinek.

Der internationale Essay-Wettbewerb des Forschungszentrums - eine Initiative zum fünfzigjährigen Bestehen der Karlsruher Großforschungseinrichtung - wurde im April dieses Jahres gestartet. Er richtete sich an die jüngere Wissenschaftlergeneration, die sich anschickt, in Forschung, Lehre und Wirtschaft Verantwortung zu übernehmen. Dass die Frage nach der "Optimierbarkeit" des Menschen Forscherinnen und Forschern von der Pädagogik bis zur Molekularbiologie auf den Nägeln brennt, belegt die starke Resonanz: Bis zum Einsendeschluss Ende Juli gingen 153 Essays ein. Beteiligt haben sich wissenschaftliche Spezialisten aus Forschung, Entwicklung und Industrie ebenso wie 'interessierte Laien'. Die Teilnehmer - jüngere (bis Alter 40), aber auch zahlreiche junge Leute (unter 20) - stammen in erster Linie aus dem Bundesgebiet. Darüber hinaus gingen Texte aus Österreich, der Schweiz, Frankreich, England, Ungarn, den USA, Russland und China ein. Auch in qualitativer Hinsicht lässt sich ein erfreulicher Ertrag ausmachen. Das Forschungszentrum wird die interessantesten Texte deshalb in einem Wettbewerbsband veröffentlichen.

Wie nah Technik dem Menschen kommen darf bzw. soll, darüber haben - von der antiken Mythologie bis zu Goethes Homunkulus, von Frankenstein bis zu den Androiden, von Isaac Asimov bis Stanislav Lem - immer auch Autoren, Künstler und Theatermacher nachgedacht. "Das Staatsschauspiel Karlsruhe wird sich mit diesem gesellschaftlich hochbrisanten Thema ebenfalls weiterhin auseinandersetzen", sagt Schauspieldirektor Knut Weber vom Badischen Staatstheater Karlsruhe. "Deshalb haben das Forschungszentrum und das Schauspiel beschlossen, die Abschlussveranstaltung des Essay-Wettbewerbs im Schauspielhaus durchzuführen. Das Schauspiel wird mit zwei kleineren Beiträgen das Motiv des Eindringens von Technik in die Natur des Menschen beleuchten. Dies ist durchaus auch als Zeichen für eine weitere Zusammenarbeit zu verstehen, denn Wissenschaft und Kunst sind keine sich ausschließenden Verfahrensweisen, sondern inspirieren und befragen sich wechselseitig."


Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, die mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands ist. Die insgesamt 24000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft forschen in den Bereichen Struktur der Materie, Erde und Umwelt, Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Energie sowie Schlüsseltechnologien.

Justus Hartlieb 3. November 2006

Diese Presseinformation ist auch im Internet unter der Adresse des Forschungszentrums Karlsruhe abrufbar: http://www.fzk.de



Forschungszentrum Karlsruhe / Badisches Staatstheater Karlsruhe

Anmeldung zur Abschlussveranstaltung des internationalen

Essay-Wettbewerbs des Forschungszentrums Karlsruhe
am 17. November 2006, von 14 bis 17 Uhr
im Badischen Staatstheater Karlsruhe,
Baumeisterstraße 11, 76137 Karlsruhe

Per Fax: 07247 82-5080

Per E-Mail: anna.reis@oea.fzk.de

o Ja, an der Veranstaltung am 17.11.2006 nehme ich teil.

o Ich kann leider nicht teilnehmen, möchte aber weiteres Info-Material erhalten.

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