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Embryonale Mittellinienfehlbildungen und ihre Folgen

08.11.2006 - (idw) Universität des Saarlandes

Wissenschaftliches Symposium am 18. November 2006, 9.00 bis 14.00 Uhr in der Ärztekammer des Saarlandes, Großer Saal (10. Etage), Faktoreistraße 4, 66111 Saarbrücken. Die Veranstaltung wird von der Ärztekammer des Saarlandes mit 5 Fortbildungspunkten anerkannt.

Interessierte Teilnehmer werden gebeten, sich per Fax mit ihren Kontaktdaten bei der Klinik für Neurochirurgie des UKS anzumelden: Fax-Nr. (06841) 16-24016. Fehlbildungen der Mittellinie, insbesondere des Gehirns, des Gesichtes und des Rückenmarks stellen häufige, von vielen Fachrichtungen zu therapierende Erkrankungen dar.

Um die Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, laden wir alle interessierten Kollegen zu einem Symposium am 18. November 2006 in das Haus der Ärztekammer in Saarbrücken herzlich ein. Diagnostik und Therapie des fehlenden Bauchdeckenverschlusses, der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte sowie des unverschlossenen Rückenmarkes und die daraus resultierenden Konsequenzen werden im einzelnen dargestellt und besprochen.

Als Gastreferenten konnten Professor Dr. med. Hans Georg Eder von der Klinik für Neurochirurgie des LKH-Universitätsklinikums Graz und Ruth Jennewein, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Spina Bifida und Hydrocephalus (ASBH), Selbsthilfegruppe Saarland, gewonnen werden.

Fehlbildungen bei Kindern sind heutzutage oftmals schon in der Schwangerschaft festzustellen. In den letzten Jahren hat sich deshalb im Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) Homburg eine zunehmend intensivierte Zusammenarbeit zwischen Gynäkologen, Pädiatern, Mund-, Kiefer-Gesichtschirurgen, Urologen, Kinderchirurgen und Neurochirurgen herausgebildet. Es ist gelungen, ein enges Netzwerk zu etablieren, so dass zeitliche Absprachen, chronologisch sinnvolles Vorgehen und z.B. gemeinsame Operationen durchgeführt werden können.

Im Ultraschall des intrauterin befindlichen Kindes gesehene Befunde werden mit dem Chirurgen und Kinderarzt besprochen, so dass eine Entscheidung über den optimalen Geburtszeitpunkt und das Verfahren bei der Geburt getroffen werden kann. Der Pädiater betreut das Kind weiter nach der Geburt. Meist muss eine gewisse Zeit der Anpassung abgewartet werden, bevor der Chirurg operativ tätig werden kann. Durch diese Kooperation werden die Kinder und ihre Eltern nicht nur in der Akutsituation betreut und versorgt, sondern auch die notwendige Nachbetreuung gewährleistet.

Gerade Kinder mit Fehlbildungen müssen bis zu ihrem Erwachsenendasein oftmals mehrfach operativ versorgt werden, so dass regelmäßige Kontrollen notwendig sind. Auch deshalb hat sich unter anderem eine eigene Spina bifida-Ambulanz entwickelt, zu der Urologen, Pädiater, Orthopäden und Neurochirurgen zur Verfügung stehen. Das bedeutet für den Patienten: Er kann an einem Termin alle notwendigen Kontrollen durchführen lassen. Sollte eine Operation notwendig werden, können die Befunde des Patienten gemeinsam mit allen Kollegen besprochen werden.

Die durch Fehlbildungen hervorgerufenen Leiden unserer kleinen Patienten erfordern eine initiale und oft lebenslange, interdisziplinäre enge Zusammenarbeit.

Eine optimale Versorgung kann nur in lückenloser Kooperation mit engagierten Kolleginnen und Kollegen verschiedener Fachrichtungen sowohl im niedergelassenen Bereich als auch in der spezialisierten Klinik erfolgen.

Zur weiteren künftigen Zusammenarbeit möchten wir Ihnen unser Wirken transparent darstellen und freuen uns auf einen regen fachlichen Austausch mit Ihnen.

Kontakt für Rückfragen:

Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums des Saarlandes
Direktor: Professor Dr. Wolf-Ingo Steudel
Tel. (06841) 16-24400
E-Mail: prof.steudel@uniklinikum-saarland.de

Organisation und Info:
Dr. med. Regina Eymann
Tel. (06841) 16-24445
Fax (06841) 16-24016
E-Mail: ncreym@uniklinikum-saarland.de

Programm:

09.00 - 09.15 h: Begrüßung
W. I. Steudel, Homburg-Saar
R. Eymann, Homburg-Saar

SITZUNG 1
Moderation: R. Eymann, Homburg-Saar, C. M. Meier, Homburg-Saar

09.20 - 09.40 h: Pränatale Diagnostik der Mittellinienstörungen des Feten: Ompha-locelen, Meningomyelocelen, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
S. Weber, Homburg-Saar

09.45 - 10.05 h: Das neurologische und endokrinologische Spektrum der zerebralen Mittellinienfehlbildungen im Kindesalter
S. Kant, M. G. Shamdeen, Homburg-Saar

10.10 - 10.30 h: Diagnostik und Therapieoptionen bei Omphalocelen, unverschlossenen Bauchdecken
C. M. Meier, Homburg-Saar

10.35 - 10.55 h: Therapiekonzepte bei Lippen-Kiefer- Gaumensegelspalten
H. Landau, Homburg-Saar

P A U S E

SITZUNG 2
Moderation: H. G. Eder, A-Graz, R. Eymann, Homburg-Saar

Neurochirurgische Therapien bei Meningomyelozele und ihren assoziierten Fehlbildungen

11.25 - 11.45 h: Operative Therapie der Meningomyelozele: Wann? Wie?
H. G. Eder, A-Graz

11.50 - 12.10 h: Hydrozephalus und Chiari-Malformation: OP wann und wie?
R. Eymann, Homburg-Saar

12.15 - 12.35 h: Tethered cord: OP-Indikation, OP-Verfahren
M. Strowitzki, Homburg-Saar

12.40 - 13.00 h: Modernes Management der Blasenentleerungsstörung bei Meningo-myelozelen
S. Siemer, Homburg-Saar

13.05 - 13.15 h: Perspektiven der ASBH
R. Jennewein, Saarbrücken

13.20 - 13.45 h: Diskussion

VERABSCHIEDUNG
Weitere Informationen: http://www.uniklinikum-saarland.de/de/einrichtungen/kliniken_institute/neurochirurgie

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