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Belegärzte fordern nachhaltige Sicherstellung der belegärztlichen Versorgung

10.11.2006 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.

Auf ihrer Jahreshauptversammlung am 4. November in München diskutierten die Mitglieder des Bundesverbandes der Belegärzte (BdB) über die Möglichkeiten zur Lösung der Probleme, die durch handwerkliche Fehler des EBM 2000 plus, aber insbesondere durch die unterschiedlichen Honorarverteilungsverträge eingetreten sind und die Sicherstellung der belegärztlichen Versorgung massiv gefährden. Die Befürworter einer DRG-basierten Vergütung für die kurativ stationären, belegärztlichen Leistungen, die in der Koalitionsvereinbarung vom 11. November 2005 zwar angekündigt, aber im Referentenentwurf zum GKV-Wettbewerbsgesetz nicht weiter aufgenommen wurde, konnten sich mit einem diesbezüglichen Beschlußantrag nicht durchsetzen, obwohl auch die Anhänger der KBV-Lösung durch ein eigenständiges Belegarztkapitel 36 sich nach einem Referat von Dr. Bernhard Rochell, KBV, zum Stand der Verhandlungen eher enttäuscht zeigten.

"Erhalt und Förderung des Belegarztsystems setzen angemessene Honorare voraus, sei es durch eine EBM-Reform oder sei es durch eine DRG-basierte Vergütung, das ist die uneingeschränkte Position des Belegarztverbandes," erklärte Dr. Klaus Schalkhäuser, der ohne Gegenstimme als Bundesvorsitzender des Belegarztverbandes im Amt bestätigt wurde. "Wir müssen uns aber auch darüber im Klaren sein, daß das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz eine bunte Versorgungslandschaft auch im historisch gewachsenen Belegarztwesen zur Folge haben wird", so Schalkhauser weiter.

Es wäre fatal und würde die Verhandlungsposition des Belegarztverbandes schwächen, sich bereits derzeit auf eine der beiden Lösungsansätze eindeutig festzulegen, wurde von vielen Diskussionsrednern warnend vorgetragen. Insofern wurde auch mit großer Mehrheit ein Beschlußantrag von Dr. Schalkhäuser angenommen, in dem die Belegärzte die Bundesregierung, die Spitzenverbände und die Kassenärztliche Bundesvereinigung auffordern, schnellstmöglich eine nachhaltige Lösung zur Sicherstellung der belegärztlichen Versorgung zu schaffen. Professor Dr. Friedrich Miltner, der als stellvertretender Bundesvorsitzender im Amt bestätigt wurde, wies in seinem Statement auf die Zusammenschau der belegärztlichen Vergütungsformen einschließlich der belegärztlichen Direktabrechnung durch Kostenerstattung hin.

Als weiteres Vorstandsmitglied wurde der Orthopäde Dr. Karl-Joachim Himmer, Traunstein, als Schatzmeister wieder gewählt.

Weitere Informationen:
Dr. Klaus Schalkhäuser
Tel.: 08081-953500

oder
Bettina-C.Wahlers
& Sabine M. Glimm
Tel.:040-79140560
Mail: info@wahlers-pr.de

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