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Wirtschaftswoche der Ingenieurwissenschaften: Studenten schauen über den Tellerrand

13.11.2006 - (idw) Fachhochschule Osnabrück

"Ich hätte nicht gedacht, dass mir Konkurrenzkampf soviel Spaß machen würde." / Studierende erhalten spielerischen Einblick in die Unternehmenswelt.

(Osnabrück, 13.11.2006) Vom 6. bis 10. November fand an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der FH Osnabrück zum vierten Mal das Unternehmensplanspiel "Management Information Game" (MIG) statt. Organisiert und durchgeführt wurde es mit Hilfe der Stiftung des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Osnabrück-Emsland (VME-Stiftung). 24 Studenten erhielten so die Chance, einen spielerischen Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge zu gewinnen und ihr unternehmerisches Denken weiter zu entwickeln. Diesjähriges Szenario: Die Firma "Teufel und Schwarz" möchte ihr Schmucksortiment um Armbanduhren erweitern und führt zu diesem Zweck eine Ausschreibung durch. Organisator Prof. Dr. Arno Ruckelsausen ist begeistert: "Hier werden die BWL-Vorlesungen mal mit Leben erfüllt."

Und die Studenten beweisen Einfallsreichtum: "Cameleon" ist eine Uhr "so wandelbar wie die Frau von heute", sie wechselt die Farbe passend zur Kleidung. "Black phantom" ist die Uhr für die Bedürfnisse des modernen Mannes, ausgestattet mit allen denkbaren technischen Spielereien. Und für die Senioren planen die Jungunternehmer eine Uhr mit eingebauter Notruffunktion, "weil bei älteren Leuten auch schon mal der Puls aussetzt".

Das in der Schweiz entwickelte Planspiel wurde eine Woche lang gespielt. Die Studenten bildeten dabei drei Gruppen, die die Vorstände von fiktiven Aktiengesellschaften simulierten. Sie mussten als Manager unternehmensspezifische Zielsetzungen formulieren und diese dann umsetzen. Dabei standen die drei Firmen in ständiger Konkurrenz zueinander. "Ich hätte nicht gedacht, dass mir Konkurrenzkampf so viel Spaß machen würde," so Student Thomas Abels-Kramer.

Um noch mehr unternehmerische Realität in den Spielplan zu bringen, unterbrach der Spielleiter, Steffen Vogt von der VME-Stiftung, es durch Eilmeldungen: Mal brach der Dollarkurs dramatisch ein, mal wurde in den USA gerade eine Sammelklage gegen das Unternehmen eingereicht. Die Spieler mussten dann schnell reagieren, um Schaden von ihrer Firma abzuwenden.

Zwölf Stundentage und Zeitdruck waren beim Planspiel MIG inbegriffen. Dabei kam der Spaß an der Arbeit aber nicht zu kurz: "Ich hatte unheimlich viel zu lachen und lernte dabei auch noch eine Menge", so Siamak Habibzade, ein MIG-Spieler.

Zusätzlich unterstützt wurden die "Jungunternehmer" dabei auch von Führungskräften aus der regionalen Wirtschaft: Als Tutoren standen den Spielern Vertreter von den Firmen Elster Kromschröder, Wilhelm Karmann, KM Europa Metal, Siemens, Vornbäumen Stahlseile, ZF Lemförder Fahrwerkstechnik sowie der Sparkasse Osnabrück mit Rat und Tat zur Seite.

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