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HRK-Plenum beschließt Eckpunkte zur Exzellenzinitiative

15.11.2006 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Die Plenarversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat am 14. November 2006 in Berlin den Stand der "Exzellenzinitiative" beraten.

"Das Plenum hat betont, dass die Exzellenzinitiative ein sinnvolles Instrument ist, die Forschung in den Hochschulen zu stärken. Eine ganz wesentliche Forderung ist es daher, eine Nachhaltigkeit zu erreichen und weitere Ausschreibungen über die zweite Auswahlrunde hinaus möglich zu machen. Dem Bund ist dafür zu danken, dass er bereits seine Bereitschaft zur Fortführung des Programms signalisiert hat", erklärte HRK-Präsidentin Professor Margret Wintermantel am folgenden Tag vor der Presse in Berlin.

"Die Hochschulen können mit Stolz feststellen, dass sie Planungskompetenz, Kooperationsbereitschaft und ein enormes Potential an Ideen zur institutionellen Profilbildung bewiesen haben. Der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Wissenschaftsrat ist für die sorgfältige Durchführung zu danken", betonte die HRK-Präsidentin.

Mit Blick auf die weiteren Runden der Exzellenzinitiative hat das HRK-Plenum folgende Eckpunkte formuliert:

1. Die Auswahl in allen Stufen der Exzellenzinitiative muss auch weiterhin durch die Wissenschaft erfolgen. Eine staatliche Einflussnahme, die über die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für international wettbewerbsfähige Hochschulen hinausginge, würde das Ziel der Exzellenzinitiative gefährden.
2. Dieser Wettbewerb muss auf Spitzenforschung konzentriert bleiben. So dringlich andere Ziele sind, sie dürfen im Interesse der Wirksamkeit dieses Programms nicht mit anderen Zielen der Förderung von Spitzeneinrichtungen vermischt werden.
3. Um auch in anderen Bereichen Exzellenz erkennbar zu machen und zu fördern, sind vergleichbare Maßnahmen mit anderen Schwerpunkten, etwa in der Lehre und in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, notwendig. Bund und Länder sind aufgefordert, hierzu Unterstützung anzubieten.
4. Mit Blick auf die Geisteswissenschaften ist zu prüfen, ob die Instrumente der Initiative zur Förderung von Exzellenz für alle Disziplinen gleichermaßen geeignet sind.
5. Die HRK befürwortet ausdrücklich, dass im Rahmen des Hochschulpakts 2020 auch die Forschung gestärkt wird. Der Overhead-Zuschuss für Forschungsvorhaben wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Hochschulen für den Exzellenzwettbewerb zu positionieren.
6. Die Hochschulrektorenkonferenz begrüßt die Zusage des BMBF zur Fortsetzung der Exzellenzinitiative. Der Aspekt der Nachhaltigkeit dieses Wettbewerbs ist von besonderer Bedeutung für die Nutzung des gesamten in Hochschulen vorhandenen Potenzials. Mit Blick auf die Ausgestaltung nachfolgender Phasen der Initiative sind die Erfahrungen der vorangegangenen Verfahren zu berücksichtigen.
Weitere Informationen: http://www.hrk.de/de/beschluesse/109_3543.php?datum=209.+Plenum+am+14.11.2006
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