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Der Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen entgegentreten

15.11.2006 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Noch eine Woche bis zum DGPPN-Kongress 2006

DGPPN-Kongress diskutiert, wie man psychisch Erkrankte besser in die Gesellschaft integrieren kann

Die Frage, wie man der Stigmatisierung von Menschen aktiv begegnen und diese besser in unsere Gesellschaft integrieren kann, steht im Mittelpunkt des Symposiums "Aktionsbündnis für Seelische Gesundheit - Für die Menschen. Gegen Ausgrenzung", das im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) am Mittwoch, den 22. November 2006, von 14.15 bis 15.45 Uhr im ICC Berlin stattfindet. Das Symposium findet unter gemeinsamer Leitung des DGPPN-Präsidenten, Professor Dr. Fritz Hohagen, und des President Elect, Professor Dr. Wolfgang Gaebel, statt. Dr. Albrecht Statz, Leiter des Referats "Psychiatrie, Neurologie, Pädiatrie" im Bundesministerium für Gesundheit, referiert über die Bedeutung einer gesamtgesellschaftlichen Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Dr. Jürgen Scheftlein von der Generaldirektion "Gesundheit und Verbraucherschutz" der Europäischen Kommission wird einen Überblick über europäische Programme zur Förderung der psychischen Gesundheit geben. Neben dem Grünbuch der EU-Kommission, das den Auftakt zur Entwicklung einer EU-Strategie für die Förderung der psychischen Gesundheit markiert, spielt insbesondere die Europäische Erklärung zur psychischen Gesundheit, die so genannte Deklaration von Helsinki, eine zentrale Rolle. Die Deklaration der europäischen Gesundheitsminister, die im Jahre 2005 von insgesamt 52 Staaten unterzeichnet wurde, nennt folgende Prioritäten zur Verbesserung der psychischen Gesundheit:

- Das Bewusstsein von der Bedeutung des psychischen Wohlbefindens zu fördern.

- Gemeinsam gegen Stigmatisierung, Diskriminierung und Ungleichheit vorzugehen und Menschen mit psychiatrischen Problemen sowie deren Angehörige zu stärken und zu unterstützen.

- Umfassende, integrierte und effiziente Versorgungssysteme zu implementieren, die die psychische Gesundheit fördern sowie die Prävention, Behandlung, Rehabilitation, Pflege und Genesung umfassen.

- Den Bedarf an kompetenten Fachkräften bzw. Spezialisten in allen erforderlichen Bereichen zu decken.

- Die Erfahrung und das Wissen der Betroffenen und Betreuenden als Basis für die Planung und Entwicklung von psychosozialen Diensten anzuerkennen.
Im Kontext dieser europäischen Initiativen ist auch das "Aktionsbündnis für Seelische Gesundheit" zu sehen, das die DGPPN derzeit gemeinsam mit anderen Initiatoren und Bündnispartner vorantreibt.

Bitte beachten: Anmeldung zu den Presseveranstaltungen verlängert bis Montag, den 20. November 2006, 12 Uhr!

Mehr Infos unter:
http://www.dgppn.de/kongresse/2006berlin/pm_kongress_vorfeld/pm_kongress_vorfeld.htm
Weitere Informationen: http://www.dgppn.de/kongresse/2006berlin/pm_kongress_vorfeld/pm_kongress_vorfeld.htm
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