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Der Herausforderung Hautkrankheiten gemeinsam begegnen

17.11.2006 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Tagung der Dermatologen aus dem Südosten Deutschlands am 24./25. November in Bad Sulza Jena/Bad Sulza (17.11.06) Hautkrankheiten und Allergien sind Volksleiden, etwa ein Drittel der Deutschen sind Allergiker. Und als Folge von stärkerer Sonneneinstrahlung und höherer Lebenserwartung nehmen die Hautkrebse dramatisch zu. Aber auch die entzündlichen Hauterkrankungen halten die Spezialisten in Atem: Die Schuppenflechte etwa ist so häufig wie die Zuckerkrankheit. Dies sind mehr als genügend Anlässe für rd. 150 Dermatologen aus Thüringen, Bayern und Sachsen, bei einer Regionaltagung am 24./25. November in Bad Sulza neueste Erkenntnisse auszutauschen.

Wie der Tagungsleiter Prof. Dr. Peter Elsner von der Hautklinik der Universität Jena feststellt, hat sich in den vergangenen Jahren in der Therapie der Hautkrankheiten viel getan: "Während wir früher etwa bei der Schuppenflechte auf eine Salbentherapie angewiesen waren, haben wir jetzt moderne Medikamente zur Verfügung, die die Hautentzündung von innen stoppen. Damit können auch sehr schwer betroffene Patienten wieder Hoffnung schöpfen." Die Themen der Tagung umfassen das ganze Spektrum der Dermatologie, wie Tagungssekretär PD Dr. Joachim Fluhr (Jena) weiß: "Wir bieten etwa spezielle Praxiskurse für die operative Dermatologie, denn 50 % aller dermatologischen Leistungen sind chirurgische Eingriffe, was vielfach unbekannt ist."

Für Pflegekräfte und Arzthelferinnen haben sich die Organisatoren ein "besonderes Schmankerl" ausgedacht. Erstmals wird im Rahmen eines hautärztlichen Symposiums eine ganztägige Pflegefortbildung angeboten - geleitet wird es von Elinor Schönherr vom Jenaer Klinikum. Damit wird die enge Verzahnung der spezialisierten Haut-Pflege mit der ärztlichen Leistung herausgestellt.

Das vielfältige Programm wird kombiniert mit der wissenschaftlichen Tagung der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft für Dermatologie unter Vorsitz von Prof. Elsner (Jena) und seines Kollegen Professor Tsankov (Sofia). "Wir erwarten 20 bulgarische Dermatologen", so Elsner, "die die intensive Kooperation und Freundschaft mit Deutschland gerade unter der Perspektive des Beitritts von Bulgarien zur EU 2007 pflegen."

Kontakt:
PD Dr. Joachim Fluhr
Hautklinik der Universität Jena,
Tel.: 0170 9683290
E-Mail: fluhr[at]derma.uni-jena.de

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