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Rektor der Universität Heidelberg unterzeichnet Partnerschaftsverträge in Chile

22.11.2006 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Transkontinentale Zusammenarbeit beschlossen - Die guten Beziehungen der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit den beiden bedeutendsten Hochschulen Chiles, der Universidad Católica und der Universidad de Chile, haben jetzt auch eine rechtliche Grundlage Die guten Beziehungen der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit den beiden bedeutendsten Hochschulen Chiles, der Universidad Católica und der Universidad de Chile, haben seit dem 14. November auch eine rechtliche Grundlage. Der Heidelberger Rektor Prof. Dr. Hommelhoff unterzeichnete mit seinen südamerikanischen Kollegen Partnerschaftsverträge, die unter anderem gemeinsame Master- und Promotionsprogramme beinhalten.

Für Prof. Dr. Pedro Pablo Rosso, Rektor der Universidad Católica, ist das Teilen von Wissen einer der nobelsten Wege zu Weltfrieden, globaler Gerechtigkeit und multikulturellem Verständnis. Daher will er die Vereinbarungen der kooperativen Forschungsfelder mit Freuden erfüllen. Nach der feierlichen Vertragsunterschrift überreichte er eine neu geschaffene Auszeichnung an seinen deutschen Gast. Zum ersten Mal überhaupt verlieh die Universidad Católica die Medaille "Pro Mundi Vita", mit der sie ihren internationalen Partnern für das Vertrauen danken will.

Rektor Hommelhoff nahm diese Ehrung stellvertretend für die Universität Heidelberg in der Hoffnung entgegen, sie diene als Fundament für die vertiefte Zusammenarbeit, und äußerte zugleich Wünsche, die über die derzeitigen Verabredungen hinausgehen. "Mit den Doktorandenprogrammen sind die beiden Häuser ab sofort an der Schnittstelle zwischen Förderung und Forschung verbunden", meinte Hommelhoff. Dies könne ausgebaut werden, weshalb er zugleich Verhandlungen über die nächsten Schritte ankündigte.

Besonders wichtig wird das gemeinsame Doktorat der Ruperto Carola, der Universidad Católica und der Universidad de Chile im Fach Psychotherapie sein. Mit Prof. Dr. Victor Pérez Vera - Rektor, der größten Hochschule des Landes, der Universidad de Chile - traf sich Hommelhoff noch am selben Tag, um ebenfalls eine Partnerschaft einzugehen. Diese umfasst neben den Angeboten gemeinsamer akademischer Abschlüsse den Austausch von Dozenten und Studierenden sowie gemeinsame Lehrveranstaltungen, die auch am Heidelberg Center in Santiago durchgeführt werden sollen. "Wir wollen unseren Studierenden die bestmögliche Ausbildung anbieten, insofern haben wir großes Interesse daran, die Arbeit mit der Heidelberger Hochschule zu intensivieren", nannte Pérez Vera ein Ziel des Vertrags.

Generell sollten Universitäten zusammenarbeiten, aber sobald sie Vereinbarungen, wie jene zwischen seiner Universidad de Chile und dem deutschen Partner, eingehen, dürften auch bemerkenswerte Ergebnisse auf beiden Seiten erwartet werden. Er verlasse sich dabei auf die gegenseitige Unterstützung, meinte Pérez Vera. Die Bereitschaft und Motivation seiner Dekane und Professoren ist groß, wie bei der Veranstaltung zu spüren war. Schon bevor der Vertrag besiegelt wurde, meldeten die Fakultäten individuelle Ansprüche auf die Kooperation an. Doch zunächst werden die Fächer Psychotherapie und Jura im Fokus stehen. "Das Gelingen dieser Projekte soll beispielhaft für weitere Ideen sein", sagte Hommelhoff. Er empfahl, das Angebot des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wahrzunehmen. Am 19. Oktober haben der DAAD und sein Pendant, die Nationale Kommission für Forschung und Technologie (CONICYT), die Vergabe von 220 Stipendien an junge Nachwuchswissenschaftler beschlossen, wovon die Partneruniversitäten direkt profitieren könnten.

Heidelberg verbinden seit Jahrzehnten hervorragende Beziehungen mit den traditionsreichsten Universitäten Chiles. Weit über 500 Lernwillige aus der Andenrepublik, darunter bedeutende Persönlichkeiten der chilenischen Gesellschaft wie der Verfassungsrichter Mario Fernández, haben in der Stadt am Neckar studiert oder wurden hier promoviert.

Hommelhoff betonte, Santiago sei derzeit der wichtigste Platz für die weltweiten Aktivitäten seiner Universität. Seit 2002 besitzt sie mit dem Heidelberg Center unter der Leitung von Dr. Walter Eckel eine ständige Vertretung vor Ort. Das Graduierten- und Weiterbildungszentrum steht Studierenden aus der ganzen Welt zur Verfügung. "Die große Nachfrage verlangt eine Expansion", erklärte Eckel. Es hat sich in der chilenischen Universitätslandschaft etabliert, weil von Anfang an die Nähe zu den beiden größten und wie Heidelberg forschungsbasierten Hochschulen, der Universidad de Chile und der Universidad Católica, gesucht wurde. Der Erfolg bestätigt eindrücklich die Richtigkeit der Standortwahl.

Florian Fiene

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