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Religion in der Aufklärung

23.11.2006 - (idw) Universität Erfurt

Workshop an historischen Stätten in Erfurt und Gotha vom 23.-25.11.2006 "Religion in der Aufklärung - Aufklärung der Religion" ist ein Workshop überschrieben, den das Forschungszentrum Europäische Aufklärung Potsdam (FEA) und Wissenschaftler des Interdisziplinären Forums Religion an der Universität Erfurt (IFR) in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt von heute (23.November 2006) bis Samstag in Erfurt und Gotha durchführen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der argumentative Umgang mit Religion in der historischen und ideengeschichtlichen Umbruchsituation der Aufklärung. Befragt werden Entwicklungen in Judentum, Christentum und Islam des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Veranstaltung führt Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ganz unterschiedlicher Disziplinen zusammen, um durch vielfältige Untersuchungszugänge und Fragestellungen einen möglichst breiten Zugang zum Themenfeld zu ermöglichen. Sie bietet vor allem Nachwuchskräften eine Chance, ihre Dissertationen und Habilitationen in einem Kreis von Fachleuten vorzustellen. Mit den Tagungsorten Erfurt und Gotha findet das Seminar an Stätten statt, an denen Aufklärung mit Blick auf Religion auch historisch gewirkt hat. Ein Rundgang gilt den historischen Stätten der Aufklärung und aufgeklärter Frömmigkeit in Erfurt. Die einzelnen Vorträge und Kurzbeiträge widmen sich so unterschiedlichen Themenfeldern wie Bibelinterpretation und Bibelkritik in der Aufklärung, der Aufklärung in jüdischen Gemeinden in Deutschland, aber auch der Religionskritik der Aufklärung. Einzelne Quellengruppen, darunter Predigtsammlungen und deutsche wie ungarische Gebetbücher der Epoche, aber auch einzelne Persönlichkeiten und ihr Wirken, darunter die Gothaer Generalsuperintendenten als Aufklärungskommunikatoren, Johann Gottfried Herder, Generalsuperintendent in Weimar, und Carl Theodor Frh. von Dalberg, kurmainzischer Statthalter in Erfurt, werden untersucht.

Für die Veranstalter, die Erfurter Professoren Benedikt Kranemann (Katholische Theologie) und Jörg Rüpke (Religionswissenschaft) und Dr. Cornelia Buschmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Potsdamer Institut, ist es bereits die zweite Veranstaltung dieser Art. Die religionsbezogenen Forschungen des IFR Erfurt und die Forschungsprogramme der FEA zur Aufklärung ergänzen sich ideal, so die Veranstalter, beide Einrichtungen könnten aus dieser Kooperation gewinnen und neue Forschungsschwerpunkte entwickeln. Im November 2005 fand in Verbindung mit Kulturland Brandenburg e.V. ein Kolloquium in Potsdam statt, das sich sowohl wenig bearbeiteten Themen des Verhältnisses von Aufklärung einerseits und Protestantismus wie Katholizismus andererseits widmete, aber auch Beiträge der Vergleichenden Religionsgeschichtsforschung zur Aufklärungsforschung umfasste. Bei der Veranstaltung dieses Semesters wird auf Quellen und Persönlichkeiten der näheren und weiteren Region ein besonderes Augenmerk gelegt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden auch weiterhin kooperieren, handelt es sich doch nicht um allein historisch relevante Fragen, sondern um Themen mit Gegenwartsbedeutung, die zur Diskussion stehen.
Weitere Informationen: http://www.uni-erfurt.de/forum_religion/
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