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Jahr der Chemie - Aktionstage an der Universität Kaiserslautern

07.02.2003 - (idw) Universität Kaiserslautern

Anlässlich des zweihundertsten Geburtstages von Justus von Liebig, dem Begründer der "modernen" Chemie, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit den betroffenen Dachverbänden 2003 als das Jahr der Chemie ausgerufen. Neben einer Reihe bundesweiter und zentraler Veranstaltungen, darunter der Wissenschaftssommer Chemie in Mainz (eine Woche im September) und das Ausstellungsschiff Jenny, das von Juli bis September zahlreiche Rheinhäfen anlaufen wird, finden an praktisch allen Chemiestandorten in Deutschland weitere Veranstaltungen statt.

Der Fachbereich Chemie der Universität Kaiserslautern organisiert aus diesem Anlass in den Monaten Februar bis November Aktionstage zu den einzelnen Fachrichtungen innerhalb der Chemie, so wie sie am Standort Kaiserslautern vertreten sind.Den Anfang macht am Dienstag, 11.Februar, die Technische Chemie unter Prof. Dr.-Ing. Stefan Ernst, die ihre Pforten für alle interessierten Besucher öffnet. Ab 14 Uhr können sich Interessenten im Foyer des Chemiegebäudes (Bau 52) über die neuesten Entwicklungen zu den Themen Katalyse, Zeolithe, Spektroskopie und industrielle Verfahrenspraxis informieren. Es werden ausdrücklich neben naturwissenschaftlich geprägten Universitätsangehörigen auch Mitbürger und interessierte Laien von außerhalb der Universität angesprochen. Auch Schülern und Schulklassen (nach Anmeldung) wird die Möglichkeit geboten, sich über das moderne Berufsbild des Chemikers in der chemischen Industrie zu informieren.

Den krönenden Abschluss des "Tages der Technischen Chemie" bildet der Fachvortrag von Prof. Dr. Peter Claus zum Thema "Silber und Gold - Alte Metalle im neuen Glanz der Katalyse", in dem auch für Laien verständlich gemacht wird, wie diese Metalle heutzutage in so anspruchsvollen katalytischen Verfahren wie der Hydrierung von natürlichen Zuckern eingesetzt werden. Es entsteht dabei Sorbit, das der Verbraucher als Süßstoff kennt oder, nach Weiterverarbeitung, als Vitamin C im Handel kaufen kann. Im Mai, Juni, Juli und November werden weitere Veranstaltungen aus den anderen Fachrichtungen folgen, darunter mit so attraktiven Vortragstiteln wie der "Beobachtung eines einzelnen Virus auf seinem Infektionsweg in eine lebende Zelle" mit spektroskopischen Methoden, die der Physikalischen Chemie zuzuordnen sind. Der Vortrag zur Identifikation von "Ultraspurenelementen in der Biologie: wozu werden sie gebraucht", weist trotz des Titels in die Anorganische Chemie.

Mit dem Fokus auf "Gifttiere und ihre Waffen" zeigt die Biochemie, wie auch "Mutter Natur" dann gezielt toxische Substanzen einsetzt, wenn es vorteilhaft für den Produzenten ist. Im jeweils dazugehörigen Rahmenprogramm lädt der Fachbereich Chemie die Interessierten dazu ein, sich von den Arbeiten und Perspektiven der Fachrichtungen und Arbeitsgruppen innerhalb des Fachbereichs ein eigenes Bild zu machen. Dass der Spaß dabei trotzdem nicht zu kurz kommen muss, wird Prof. Dr. Helmut Sitzmann mit seinem Experimentalvortrag "Liebigs Geburtstagsfete" am 20. September im Rahmen des allgemeinen Tages der offenen Tür am Fachbereich unter Beweis stellen.
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