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Ein Professor und ein Jungakademiker gründen eine Personalberatung für Hochschulabsolventen

30.11.2006 - (idw) Hochschule Niederrhein - Niederrhein University of Applied Sciences

Bevor aus der Absolventin oder dem Absolventen eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter wird, sind etliche Hürden zu überwinden. Besonders Techniker haben oft Schwierigkeiten, bei der Bewerbung den richtigen Ton und die richtige Form zu treffen, hat Prof. Dr. Karsten Toemmler-Stolze beobachtet. Der "gelernte" Personalberater, der jetzt an der Hochschule Niederrhein im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen sein Wissen an Studenten weitergibt, hat eine Marktnische ausgemacht und mit dem Diplom-Wirtschaftsingenieur Christian Richter in Düsseldorf die Personalberatung "select if" gegründet. Unterstützt werden die beiden von der Diplom-Kauffrau Leslie Arnolds, die ebenfalls an der Hochschule Niederrhein studiert hat.

Neben dem "Fitness-Training" für Absolventen, das bei der Bewerbungsmappe beginnt und beim Assessment-Check noch lange nicht endet, will die Personalberatung vor allem für Unternehmen des Mittelstandes "maßgeschneiderte" Nachwuchskräfte "selektieren". Und die finden sie an den Hochschulen entlang der Rheinschiene in reichem Maße.

Der große Wettbewerbsvorteil der jungen Firma ist, dass sie nah am Markt und am Kunden ist. "Wir gehen aktiv auf die Jungakademiker zu", sagt Christian Richter, der vor einiger Zeit selbst noch in den Hörsälen der HN saß. Der Ehrgeiz der Peronalberater ist es, Topf und Deckel, also Absolvent oder Jungakademiker und Wunschunternehmen, innerhalb von vier Wochen zueinander zu bringen. Die Initiative kann dabei durchaus auch vom Unternehmen ausgehen, das einen Bewerber mit einem ganz besonderen Profil sucht. Zusätzlich durchforsten die Personalberater die Internetseiten von Firmen und Online-Stellenbörsen und erstellen dann ihr Angebot. Erst wenn es zu einer erfolgreichen Vermittlung kommt, zahlen die Auftrag gebenden Unternehmen ein Honorar. Für Absolventen fällt nur eine Gebühr an, wenn die Vermittlung besonders zeit- und arbeitsaufwändig ist. Man kann also nur gewinnen, wenn man ihre Dienste in Anspruch nimmt. Und auch die Hochschule profitiert von dem Service, denn eine schnelle und hohe Vermittlungsquote ihrer Absolventen dürfte immer mehr ein wichtiges Gütekriterium werden, meint Professor Toemmler-Stolze.

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