Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 28. November 2014 

Kafkaeske Vater-Sohn-Beziehung

04.12.2006 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

"Literatur in der Universität" mit Bachmann-Preisträger Thomas Lang Ein "kraftvolles, kafkaeskes Stück über eine extrem schwierige Vater-Sohn-Beziehung": So beschreibt die Süddeutsche Zeitung den neuen Roman "Am Seil" von Thomas Lang. Die Erzählung wagt sich an dieses alte Motiv der Literaturgeschichte und variiert es auf eigenwillige und überraschende Weise, ohne ihm seine archaische Dimension zu nehmen. Bert Kesperg, der in einem Seniorenwohnheim seine schon gezählten Tage verbringt, erhält unerwarteten Besuch seines Sohnes Gert, der als ehemals beliebter TV-Moderator in einer tiefen Lebenskrise steckt. Vater und Sohn, die beide ihre beste Zeit hinter sich zu haben scheinen, verlassen das Altersheim und fahren zu dem alten Hof, wo sie früher gelebt haben. Die seit je konfliktreiche und unterkühlte Beziehung erfährt dort eine neue Wendung...

Aus diesem Werk, das Thomas Lang im vergangenen Jahr zum Ingeborg-Bachmann-Preis verhalf, liest der Schriftsteller am Dienstag, 5. Dezember, im Rahmen der Reihe "Literatur in der Universität", die vom Bamberger Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft organisiert wird. Die Lesung beginnt um 20.00 Uhr im Gebäude An der Universität 5, Hörsaal 024.

Thomas Lang wurde 1967 in Nürnbrecht geboren und wuchs in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen auf. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Frankfurt am Main. Seit 1997 lebt der Autor in München, wo er neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als Lektor und Korrektor arbeitet. Stipendien in der Schweiz, Österreich und Kanada förderten seit 2003 das bisherige Schaffen von Thomas Lang.

2002 debütierte der Schriftsteller mit seinem Roman "Than", der mit dem Bayerischen Staatsförderpreis und dem Marburger Literaturpreis ausgezeichnet wurde. In Rezensionen werden insbesondere Langs außergewöhnliche Sprachgewandtheit und der "Sog" seiner Prosa gelobt.

uniprotokolle > Nachrichten > Kafkaeske Vater-Sohn-Beziehung
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/128941/">Kafkaeske Vater-Sohn-Beziehung </a>