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Spion-Labor mit virtueller Kaffeepause: Wirtschaftsinformatik I weiht neues Forschungslabor ein

07.12.2006 - (idw) Universität Hohenheim

Presse-Besichtigung mit Sekt und Wissenschaft: Freitag, 15. Dezember 2006, 11:00 Uhr, Fruwirthstr. 31, Universität Hohenheim

Die Augen schweifen über den Computer-Bildschirm, verlieren sich zwischen bunten Schaltflächen, irren suchend von der Mitte zum Rand und hilflos zurück. Längst hat die Testperson vergessen, dass jede Augenbewegung von Kameras verfolgt und ihr Irrweg aufgezeichnet wird. Versteckt hinter einem halb durchsichtigen Spiegel protokollieren Forscher jede zusätzliche Regung. Das neue Forschungslabor der Hohenheimer Wirtschaftsinformatiker unter Leitung von Prof. Dr. Mareike Schoop gleicht einem Spionage-Zentrum, das jedem James-Bond-Fan das Herz höher schlagen lässt. Ziel des neuen Organisational Communication Lab ist es, neue Software zu entwickeln, die den Menschen Raum für seine Bedürfnisse und Eigenheiten gibt. Spezialgebiet der Forscherin Prof. Dr. Schoop sind komplexe elektronische Verhandlungen zwischen mehreren Partnern und über längere Zeiträume. "Wir wollen eine neue EDV, die auch die nonverbale Kommunikation von Gestik, Mimik oder Tonfall in die Technik übersetzt".

Seitens der Wirtschaft besteht großer Bedarf: "Rund 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland nutzen E-Mail für Geschäftsangebote, mehr als die Hälfte wickeln komplette Verhandlungen per E-Mail ab", zitiert Prof. Dr. Schoop eine Umfrage der Universität Hohenheim. Doch der Erfolg ist mäßig: "42 Prozent der Befragten geben an, dass häufig bis sehr häufig kostspielige Nachverhandlungen notwendig sind", sagt Prof. Dr. Schoop.

Das aktuelle Forschungsprojekt Negoisst integriert deshalb neben handfester Informatik auch die großen Kommunikationstheoretiker wie John Searle oder Jürgen Habermas. "Das System übermittelt Zwischentöne, ob eine Nachricht ernst oder locker gemeint ist und zwischendurch können die Verhandlungspartner auch eine Auszeit nehmen und einen virtuellen Kaffen trinken gehen", erklärt Prof. Dr. Schoop. Fast nebenbei entsteht bei elektronischer Plauderei und Schlagabtausch ein juristisch stichfester Vertrag.

Getestet und weiterentwickelt wird die Zukunft elektronischer Kommunikation in dem neuen Organisational Communication Lab, wo wir Sie gerne begrüßen würden zur

Presse-Eröffnung mit Sektempfang
am Freitag, den 15. Dezember 2006 um 11:00 Uhr
Fruwirthstr. 31, Universität Hohenheim

Antwortfax unter http://www.uni-hohenheim.de/presse/admin/dyn_docs/Antwortfax%20_Einweihung_%20Schoop.pdf

Kontaktadresse (nicht zur Veröffentlichung):
Prof. Dr. Mareike Schoop, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I, Universität Hohenheim
Tel.: 0711 459-23345, E-Mail: schoop@uni-hohenheim.de

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