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Zellalterung verhindert Lymphdrüsenkrebs - Forschungspreis der Berliner Krebsgesellschaft verliehen

07.12.2006 - (idw) Berliner Krebsgesellschaft e.V.

Altern schützt vor Krebs - diese Erkenntnis gilt zwar nicht für den Gesamtorganismus, überraschenderweise aber für die einzelne Zelle. Dies konnte eine Forschergruppe der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin unter der Leitung von Prof. Dr. med. Clemens A. Schmitt am Tiermodell erstmals nachweisen. Die Berliner Krebsgesellschaft verlieh Professor Schmitt für seine herausragende Forschungsarbeit am 6. Dezember den mit 10 000 Euro dotierten Curt-Meyer-Gedächtnispreis 2006. Die von der Berliner Krebsgesellschaft e.V. prämierte Forschungsarbeit "Oncogene-induced senescence as an initial barrier in lymphoma development" zeigt, dass dem Zellalterungs-Gen Suv39h1 eine wichtige Funktion als Sicherungsmechanismus der Zelle zukommt. Wurde bei Mäusen im Laborexperiment das wachstumsfördernde Krebsgen Ras aktiviert, sorgte Suv39h1 zunächst für einen Teilungsstopp der Zellen. Erst die genetische Ausschaltung dieses Zellalterungs-Programms führte bei den Tieren zur Entstehung von Lymphdrüsenkrebs. Diese Ergebnisse zeigen, dass neben der Apoptose, dem sogenannten Selbstmordprogramm der Zelle, auch die Zellalterung ein wichtiger Ansatzpunkt für Krebstherapien sein kann. In weiteren Studien gilt es nun herauszufinden, über welche Signalwege die Zellalterung gezielter angesteuert und therapeutisch genutzt werden kann.
Die Berliner Krebsgesellschaft e.V. zeichnet seit 1988 junge Berliner Wissenschaftler für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der klinischen und experimentellen Krebsforschung mit dem Curt-Meyer-Gedächtnispreis aus. Dr. med. Curt Meyer erwarb sich große Verdienste um den Wiederaufbau des Gesundheitswesens, insbesondere der Fürsorge für Krebskranke im Berlin der Nachkriegszeit.

Pressekontakt:
Anika Niebrügge, Berliner Krebsgesellschaft e.V.
Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin
Tel.: 030-280 41 955, Fax: 030-282 41 36
E-Mail: info@berliner-krebsgesellschaft.de

Abdruck honorarfrei. Bildmaterial, Hintergrundinformationen und Interviewpartner auf Anfrage.
Weitere Informationen: http://www.berliner-krebsgesellschaft.de
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