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GSF-Wissenschaftlerin wird mit Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis geehrt: Auszeichnung unterstreicht Bedeutung der Neuherbe

07.12.2006 - (idw) GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

Neuherberg, 7. Dezember. Heute gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerinnen und Preisträger 2007 bekannt. Eine der Auszeichnungen des höchstdotierten deutschen Förderpreises geht an die Stammzellforscherin Prof. Dr. Magdalena Götz vom GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit und von der Ludwig-Maximilians-Universität München. "Bereits im Oktober wurde Dr. Dieter Chichung Lie aus dem Institut für Entwicklungsgenetik mit dem EURYI-Nachwuchspreis geehrt", so der Wissenschaftlich-Technische Geschäftsführer der GSF, Prof. Dr. Günther Wess. Die Auszeichnung von Magdalena Götz mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis zeige die internationale Kompetenz der GSF gerade in diesem Forschungsbereich.

Prof. Dr. Magdalena Götz (44), Neurowissenschaftlerin, wird im Zuge der Förderung 2,5 Mio. Euro erhalten. Sie kann diese Mittel in einem Zeitraum von bis zu sieben Jahren flexibel für ihre Forschungsarbeiten einsetzen.

Seit ihrer Promotion befasst sich Magdalena Götz mit der Erforschung der molekularen Grundlagen der Gehirnentwicklung, wobei sie sich vorwiegend auf die Großhirnrinde konzentriert. Ihre Entdeckungen werfen ein völlig neues Licht auf jene Prozesse, die der Entstehung von Nervenzellen und der Ausdifferenzierung der Großhirnrinde zugrunde liegen. Ihre Entdeckung, dass Gliazellen des Gehirns als Stammzellen fungieren und Nervenzellen aus Gliazellen hervorgehen können, führte in der Neurowissenschaft zu einem Paradigmenwechsel. In den Folgearbeiten gelang es ihr, eine Reihe der Faktoren aufzuklären, die den Übergang von glialen zu neuronalen Zellen bestimmen. So konnte sie zeigen, wie aus bereits differenzierten Zellen neue Zelltypen entstehen können. Ihre Arbeiten sind wegweisend für die Versuche, die zielgerichtete Differenzierung von Stammzellen zu lenken und damit eines der zentralen Probleme der angewandten Stammzellforschung zu lösen.

Magdalena Götz studierte Biologie in Zürich und Tübingen, wo sie 1992 promovierte. Mehrere Rufe nach Skandinavien, England und den USA lehnte sie ab. Zurzeit ist sie Professorin und Direktorin am Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit im Institut für Stammzellforschung in Neuherberg und Lehrstuhlinhaberin am Physiologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität.

Die Leibniz-Preisträger, zwei Wissenschaftlerinnen und acht Wissenschaftler, erhalten 2007 erstmals eine Fördersumme von bis zu 2,5 Millionen Euro (vormals: 1,55 Millionen Euro) und können diese Mittel in einem Zeitraum von bis zu sieben Jahren (vormals: fünf Jahre) flexibel für ihre Forschungsarbeiten einsetzen.

Das Leibniz-Programm wurde 1985 eingerichtet mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter Nachwuchswissenschaftler zu erleichtern. Für den Preis können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Fachgebieten nominiert werden. Aus den Vorschlägen wählt der Nominierungsausschuss der DFG diejenigen Wissenschaftler aus, von denen er sich durch zusätzliche Förderung eine besondere Steigerung der wissenschaftlichen Leistungen verspricht. Darunter befinden sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche jüngere Forscher.
Weitere Informationen: http://www.gsf.de/neu/Aktuelles/Presse/2006/leibniz-preis.php
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